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EspressoDas Wortbergwerk hat Adern, die schon völlig ausgebeutet sind

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Die Kleine Zeitung entsteht an einem Ort, der intern mitunter Wortbergwerk genannt wird. Wie in jedem Bergwerk gibt es Adern, die schon recht ausgebeutet sind, und die dennoch weiterhin stark frequentiert werden. Das sah man unlängst in der sogenannten Staatskrise, während der ständig von „Zerreißprobe“, „Knalleffekt“ und „Tauziehen“ zu lesen war, bevor sich das „Postenkarussel“ zu drehen begann. Begriffe, die außerhalb von Medien im Grunde nicht existieren. Jede Branche hat halt so ihre Ausdrucksweise, wer jemals einen Unternehmensberater zugehört hat, weiß am Ende des Tages gar nicht mehr, ob dessen Expertise wirklich Sinn macht.

Die Einrichtung der Expertenregierung und die Wiederkehr der Routine haben, ein wichtiger Nebeneffekt, den aus Bequemlichkeit und Gewohnheit gespeisten Schwall der Gemeinplätze abebben lassen. Aber seien Sie gewarnt, zack, zack, zack – und er ist wieder da.

Kommentare (1)

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paulrandig
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2
Lesenswert?

Danke für dieses schöne kleine Fundstück!

Allerdings geht wahrscheinlich der Witz über die Sprache der Unternehmensberater bei vielen Lesern ins Leere, wenn die entsprechenden Begriffe "am Ende des Tages", "Expertise" und "Sinn macht" nicht kursiv hervorgehoben sind. Sind sie doch bereits so weit auch im nicht-berufsspezifischen Alltag inflationär angekommen, dass sie ohne weiteres Nachdenken allgemein verwendet werden.
Als Gustostückerl zum stillen Schmunzeln des sensiblen Sprachfreundes hat es mir den Tagesstart aber eindeutig versüßt.

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