TV-Tagebuch"Probleme mit dem Recht? Wollen Sie jemanden verklagen? Rufen Sie Saul an!"

 

Leute wie ihn hat man früher als Winkeladvokaten bezeichnet. Er ist ein mit allen Wassern gewaschener, trotzdem schmieriger Rechtsverdreher, unseriös und bauernschlau, der die Schlupflöcher der Gesetze für zwielichtige Mandanten ausnutzt. Saul Goodman aus Albuquerque, New Mexiko ist eine Nebenfigur im TV-Serien-Meisterwerk „Breaking Bad“. Die Figur wurde so beliebt, dass man ihr ein Spin-off widmete, das ihre Vorgeschichte erzählt.

„Better Call Saul“ ging nun bereits in die vierte Saison (abrufbar auf dem Streaming-Dienst Netflix), und die Serie wird einfach nicht schwächer. Über drei Staffeln sah man, wie der exzellent spielende Bob Odenkirk sich an einem übergroßen Bruder, dem psychisch kranken Anwaltsgenie Chuck (gespielt vom großartigen Michael McKean), abarbeitet, wie er Erfolg und Anerkennung hinterherhetzt und ständig Rückschläge einstecken muss.

Eine bildmächtige Inszenierung, brillante Dialoge, schillernde Charaktere, Humor, Drama: „Better Call Saul“ steht der anderen großen Geschichte eines moralischen Zerfalls „Breaking Bad“ kaum nach. Hinter beiden Serien steht Produzent Vince Gilligan, der nun ankündigte, dass es noch eine dritte Serie aus dem „Breaking Bad“-Universum geben könnte. Angesichts der „Saul“-Fortsetzung muss man darauf hoffen.

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