Es kommt drauf an, was man draus macht. Das ist der ebenso simple wie korrekte Zugang zur rotierenden Ratspräsidentschaft der EU, der jedes halbe Jahr ein anderes Mitgliedsland in die Vorsitzrolle bringt. Mit heutigem Tag übernimmt Dänemark von den Polen das Zepter. Die Polen haben die Latte hoch gelegt, sie haben ein intensives Arbeitsprogramm hinter sich gebracht, als Resümee könnte man festhalten, die EU blieb gut auf Kurs. Dänemark hingegen bringt ein anderes Potenzial mit – das der Veränderung. Die EU hat sich in ihren Baustellen festgefahren: Der Migrationspakt steht auf tönernen Füßen, die Wirtschaft kommt nicht in Schwung und hadert mit dem Stottern des Green Deal, eine gemeinsame Außenpolitik ist schwer erkennbar und Sicherheit und Verteidigung sind derzeit noch im Schlagwortstatus.
Leitartikel
Mit Sicherheit ganz anders
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