Am Gasthaustisch in Mühldorf im Oberkärntner Mölltal gab es am Dreikönigstag nur ein Thema. Dass FPÖ-Chef Herbert Kickl von Bundespräsident Alexander Van der Bellen den Auftrag zur Bildung einer Bundesregierung erhalten hat, wird von den anwesenden Gästen begrüßt. „Das hätte schon vor drei Monaten so sein sollen“, ist ein Altbauer überzeugt. „Der war klarer Wahlsieger und jetzt sollen FPÖ und ÖVP zeigen, was sie gemeinsam zusammenbringen. Zwischen ÖVP und SPÖ funktioniert es einfach nicht mehr so wie früher.“ Hätte bei der Nationalratswahl im September 2024 ganz Österreich so gewählt wie Mühldorf, wäre der gebürtige Oberkärntner Kickl schon längst Kanzler – 54,2 Prozent erreichten die Freiheitlichen in der Heimatgemeinde des Kärntner FPÖ-Chefs Erwin Angerer und der früheren Parteigranden Uwe und Kurt Scheuch.
Morgenpost
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