Zwischen der Familie Windsor und dem Ehepaar Sussex tobt seit Jahren ein kalter Infokrieg. Öl ins Feuer gießt nun Tom Bower, Enthüllungsjournalist, der früher bei der BBC gearbeitet hat. Seit vergangene Woche sein Buch "Revenge – Meghan, Harry and the War between the Windsors" veröffentlicht worden ist, gibt es einen wahren Strudel an Meldungen, der von der vergifteten Atmosphäre in der royalen Familie berichtet.

Bower, der für sein Enthüllungsbuch ein Jahr lang im Umfeld der Familie recherchierte, behauptet, dass Herzogin Meghan seine Recherchetätigkeit sabotiert habe. Dem britischen Magazin "OK!" erzählte Bower: "Sie hat versucht, die Leute davon abzuhalten, mit mir zu sprechen."

Das Paar selbst hat sich zu dem Enthüllungsbuch bisher nicht geäußert, sondern reagierte mit demonstrativem Schweigen. Verständnis fanden sie dafür beim Adelsexperten Gareth Russell, der gegenüber "Us Weekly" betonte, "sie können nicht auf jeden Anwurf reagieren, das würde keine Zeit für anderes mehr bleiben".

Für wilde Spekulationen sorgt auch das Thron-Jubiläum der Queen im Juni, für das die beiden in den USA lebenden Sussexes wieder nach England gereist waren. Meghan und Harry seien absichtlich zu spät zum Dankgottesdienst am 3. Juni erschienen, um sich ins Rampenlicht zu stellen.  Sie hätten laut Protokoll schon lange vor Herzogin Catherine und Prinz William ankommen sollen, trafen aufgrund ihrer Verspätung aber nur wenige Minuten vor den Vorzeige-Royals ein. Das behauptete Colin Campbell gegenüber "GB News", die ihrerseits schon mehrere Enthüllungsbücher über die Royals verfasst hatte und dafür mehr als einmal verklagt worden ist.

Brach das Paar absichtlich das strenge Protokoll?
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Bower selbst erkärte die Familienverhältnisse mittlerweile als "toxisch", vor allem das Oprah-Winfrey-Interview der abtrünnigen Adeligen habe das Klima vergiftet, so der Autor. Der Streit und die Mutmaßungen werden noch lange weitergehen: Das nächste große Kapitel wird wohl die Autobiografie von Prinz Harry sein. Im Sommer 2021 hatte Harry bekannt gegeben, an einem Buch über "den Mann zu schreiben, der ich geworden bin".  Diese soll noch dieses Jahr erscheinen, laut der Boulevardzeitung "The Sun" sei das Buch bereits geschrieben und von den Anwälten freigegeben worden sein. Das Magazin "Heat" hat jedoch berichtet, dass das Buch ständig überarbeitet werden müsse, weil der Autor oft in "Panik gerate und bestimmte Anekdoten wieder streichen will". Das Buch könnte rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft in den Regalen landen.