Die Nummern zum Vorglühen entbehrten nicht einer gewissen Ironie: "Dancing Queen" von ABBA schallte den 22.000 glücklichen Royal-Fans gestern Abend vor dem Buckingham Palace entgegen. Sie alle konnten eine Karte für das Megakonzert am dritten Tag der Feierlichkeiten zum Thronjubiläum von Queen Elizabeth II. (96) ergattern.

Und während die Sonne sich langsam verabschiedete, meldete sich die Jubilarin zu Wort. Allerdings nur auf einem vorab aufgezeichneten Video, in dem sie Paddington Bär zum Tee traf, mitsamt tierischen Danksagungen und einer entzückenden Sequenz mit Marmeladen-Sandwiches für den Notfall, geparkt in der Handtasche.

Das Konzert selbst blieb referenzlastig: "Dont’t Stop Me Now" war genauso zu hören wie "Superwoman" oder "Girl on Fire" von Alicia Keys. Die Fans feierten die Nationalflaggen schwingend und all die Stars, die sich gestern bis spät in die Abendstunden vor der Monarchin auf mehreren Bühnen verneigten.


Die 22.000 royalen Fans, die eine Karte ergatterten, feierten mit schwingenden Nationalflaggen mit all den Stars, die sich gestern Abend vor der Monarchin auf mehreren Bühnen verneigten. Brian May von "Queen" eröffnete das royale Spektakel zu Ehren des 70. Thronjubiläums von Queen Elizabeth II. (96). Enkelsohn Prinz Harry und Herzogin Meghan blieben den Feiern am dritten Tag fern – dafür lernte Tochter Lilibet zum ersten Geburtstag ihre Uroma kennen.

"My Dear Majesty, Mummy!"

Neben vielen Danksagungen von u. a. Sir David Attenborough oder Thronfolger Prinz Charles ("Dear Majesty, dear Mummy") mit seiner Frau Camilla stand dennoch die Musik im Fokus: Rod Stewart fegte über die Bühne, Andrea Bocelli sowie Adam Lambert begeisterten. Alicia Keys sang u. a. "Superwoman" und "Girl on Fire", Duran Duran (Lieblingsband von Lady Di) war zu hören oder Sir Elton John – zumindest aus der Ferne. Zum krönenden Abschluss sang eine andere Königin, US-Star Diana Ross, "Thank You". Damit verneigte sich die Queen of Motown vor der britischen Queen.

Die royale Familie indes war, erste Reihe fußfrei, ebenso stark vertreten mit u. a. Prinz William und Herzogin Kate mitsamt ihren Kindern Prinzessin Charlotte und Prinz George. Sir David Attenborough hielt ein flammendes Plädoyer für den Schutz der Arten, Prinz William schwor auf den Klimaschutz ein. Und insgesamt war man bei der Ausrichtung der Show um Diversität, Verjüngung und generationenübergreifende Unterhaltung bemüht.