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Zu salopp?Kontroverse um "Vogue"-Cover mit US-Vizepräsidentin Harris

Die künftige US-Vizepräsidentin Kamala Harris in Blazer und Turnschuhen vor rosa-grünem Hintergrund: Um das Februar-Titelbild der Modezeitschrift "Vogue" hat sich eine Kontroverse entsponnen.

Zwei Cover-Entwürfe zur ersten US-Vizepräsidentin, das rechte wurde schließlich gedruckt © AP
 

Zahlreiche Kommentatoren und Nutzer in den Sozialen Netzwerken empfanden die Aufnahme der 56-Jährigen als respektlos oder technisch minderwertig und damit unpassend für das Titelporträt der bald mächtigsten Frau im Land.

In einem Online-Beitrag der "Vogue" hieß es, der Fotograf habe mit dem Cover Harris' College-Tage und die starken Frauen in Studierendenverbindungen ehren wollen. Mehrere US-Medien berichteten übereinstimmend unter Verweis auf nicht namentlich genannte Quellen, dass Harris' Team sich mit der "Vogue" eigentlich auf ein anderes Porträt von Starfotograf Tyler Mitchell mit klassischerer Politiker-Kleidung und Pose geeinigt habe. Demnach habe die Zeitschrift das legerere Foto, das man eigentlich kleiner im Innenteil abdrucken habe wollen, eigenmächtig auf die Titelseite gehoben.

Gegenüber mehreren US-Medien teilte die "Vogue" mit, der Redaktion gefielen die Aufnahmen von Fotograf Mitchell. Die Zeitschrift habe sich für das "informellere" und Foto entschieden, dass Harris authentischen und zugänglichen Charakter betone. Die "Washington Post" kommentierte hingegen, dass die "Vogue" sich damit distanzlos gegenüber Harris verhalten habe und verglich das Vorgehen damit, die Politikerin ohne ihre Einwilligung mit Vornamen anzusprechen.

Und: Auch am "Elle"-Cover der Novemberausgabe 2020 war Harris abgedruckt - in ganz anderem Setting und Schwarz-Weiß.

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Laser19
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Natürlich ist ein solches Titelbild kein Zufall

sondern eine politische Botschaft. Die anschließende Entschuldigung der Vogue Chefin reiht sich in die gängige Praxis - erst angreifen, dann entschuldigen. Sehr durchsichtig nachdem es eine andere Vereinbarung gab.