Bitte warten - Ihr Zugang wird eingerichtet.

Corona-KriseStartenor Piotr Beczala bekommt jeden Tag Besuch von der Polizei

Nach einer abenteuerlichen "Flucht" aus New York befindet sich der polnische Startenor derzeit in heimatlicher Quarantäne.

Piotr Beczala, hier bei seinem letztjährigen Auftritt bei den Festspielen Taggenbrunn © Weichselbraun
 

Die Kalamitäten rund um die Coronakrise bleiben auch dem polnischen Startenor Piotr Beczala nicht erspart. Derzeit befindet sich der Publikumsliebling, der erst vor wenigen Monaten auf der Kärntner Burg Taggenbrunn einen Liederabend gab, gemeinsam mit seiner Ehefrau Katarzyna in Quarantäne in seinem südpolnischen Landhaus. "Die Polizei kommt jeden Tag und kontrolliert, ob wir auch nicht das Grundstück verlassen", berichtet der 53-Jährige im APA-Gespräch.

Noch bis zum 13. April gelten die Restriktionen für den Sänger - nach einer durchaus großen Anstrengung, das eigene Domizil im Heimatland überhaupt zu erreichen. "Wir haben fast eine Flucht aus New York hinter uns", lacht der Sänger. Schließlich befand sich das Ehepaar Beczala im Big Apple, weil dort die Proben für die Wiederaufnahme von Massenets "Werther" am 16. März liefen, bevor diese wegen der Coronakrise gestrichen wurde. Als dann auch noch wegen der Flugbeschränkungen die Rückflugsoptionen in sich zusammenschmolzen, blieb letztlich nur mehr die überhastete Abreise über Chicago.

"Aber uns geht es gut", zeigt sich der Publikumsliebling entspannt ob der aktuellen Lage, die auch die Veröffentlichung seines neuen Albums mit dem Titel "Vincero!" überschattet, für die der Sänger erstmals Verismo-Arien von Puccini bis Mascagni eingesungen hat und die im Mai erscheinen wird. Er sei aber ein Mensch, der sich über Dinge, auf die er keinen Einfluss habe, nicht den Kopf zerbreche. "Und wenn die Sperre der Opernhäuser noch sehr lange dauert, dann werde ich mich zum Gärtner umschulen", scherzt Beczala.

Diskutieren Sie mit - posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung! Kommentieren