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Vorwurf der VergewaltigungErmittlungen gegen Starregisseur Dieter Wedel verzögern sich weiter

Deutschlands Starregisseur Dieter Wedel wird von einer Schauspielerin bezichtigt, sie vergewaltigt zu haben. Die Ermittlungen gestalten sich als sehr zäh.

Nibelungen-Festspiele
Dieter Wedel 2014 bei den Proben zu den Nibelungen-Festspielen in Worms © APA/dpa
 

Die Ermittlungen gegen den deutschen Regisseur Dieter Wedel wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung verzögern sich weiter. "Es haben sich Aspekte ergeben, die es notwendig machen, dass wir das Verfahren jetzt noch nicht abschließen können", sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft München. Welche Aspekte das sind, sagte sie nicht.

In der Vergangenheit hatten vor allem Zeugenvernehmungen im Ausland die Ermittlungen in die Länge gezogen. "Es hatte auch damit zu tun, dass es in dieser Branche eine gewisse Internationalität gibt." Die Ermittlungen wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung wurden bereits vor zwei Jahren, im Jänner 2018, aufgenommen und dauern deutlich länger als ursprünglich gedacht. Im Herbst vergangenen Jahres hieß es noch, sie würden voraussichtlich 2019 abgeschlossen. Das hat nicht geklappt. "In diesem Jahr wird das Verfahren sicherlich abgeschlossen", sagte Leiding nun. "Aber ich kann nicht sagen, wann."

Eine ehemalige Schauspielerin wirft dem Regisseur ("Der große Bellheim") vor, er habe sie im Sommer 1996 in einem Münchner Hotel zum Sex gezwungen. Damals sei sie 27 Jahre alt gewesen und habe für eine Rolle vorsprechen wollen. 2018 beschuldigten drei Ex-Schauspielerinnen Wedel im "Zeit-Magazin", sie in den 1990er Jahren sexuell bedrängt zu haben. Der Fall wurde der bekannteste in der deutschen #MeToo-Debatte, die 2017 ins Rollen gekommen war.

Wedel streitet die Anschuldigungen ab. 2018 sagte er der "Bild": "Inzwischen bin ich froh, dass es diese Ermittlungen gibt. Ich vertraue auf die Staatsanwaltschaft." Nach Bekanntwerden der Vorwürfe war er als Intendant der Bad Hersfelder Festspiele zurückgetreten.

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