Kogler will 100 Familien aus Lesbos aufnehmen“, 23. 12.,
Grünes Licht für Kinderbetreuung, 25. 12.
Dieses Jahr war für Herrn und Frau Österreich schwierig, viele haben ihren Job verloren, man konnte FreundInnen und Familie nicht besuchen wie gewohnt, keine Urlaube, keine Veranstaltungen, kein Skifahren, Nachrichten voll von Corona!
Leicht war es für die Regierung, die Aufmerksamkeit von den menschenrechtsverachtenden Geschehnissen in Griechenland abzulenken. Abzulenken von den Menschen, die vor Terror flüchteten und jetzt in Europa sterben. Abzulenken vom Feuer, abzulenken von den überschwemmten Zelten, den Rattenbissen. Abzulenken von Kindern, die ihre Köpfe gegen Wände schlagen, bis sie bluten, von Kindern, die so verzweifelt sind, dass sie sich das Leben nehmen wollen. Von Kindern! Kindern, denen wir helfen könn(t)en.
Aber wir leisten ja Hilfe „vor Ort", einem Ort ohne ausreichende Sanitäranlagen, ohne Heizungen, ohne ausreichende medizinische und psychologische Unterstützung, ohne Perspektive. Wir haben schließlich unsere eigenen Probleme.
Elisabeth Stadler, Klagenfurt
Was Leser meinen
Flüchtlingshilfe: "Vor Ort´ ist nichts als eine hohle Phrase"
Den Kindern aus Lesbos wäre mit einer Aufnahme in Österreich besser geholfen als mit einem Kinderdorf vor Ort, meinen einige Leser.