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PorträtMavie Hörbiger: "Das wäre für jede Frau und jeden Mann verletzend"

Elfenhaftes Wesen, dunkle Stimme und eine vielschichtige Schauspielerin: Mavie Hörbiger über die Burg, ihre Familienrolle und warum Martin Kušej ab 2019 den Lohn für Frauen an jenen von Männern am Burgtheater angleichen will.

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Mavie Hörbiger beim Interview im Burgtheater © Akos Burg
 

In ihrer Rolle als seelengute Pitzkele verstört sie alle. Das war bei den Salzburger Festspielen so und ist nun am Wiener Akademietheater nicht anders. Denn: Bei der Dramatisierung von David Grossmans Roman „Kommt ein Pferd in die Bar“ sitzt Mavie Hörbiger eingangs im Publikum, ihr Handy klingelt. Mehrmals. An diesem Punkt droht der Abend zu kippen. „Die Leute regen sich so unglaublich auf, wenn das Telefon läutet. Jedes Mal. Mir ist das sehr peinlich. Ich wurde einmal fast geschlagen, der Mann war so außer sich“, erzählt die Schauspielerin und dabei funkeln ihre großen runden Augen. Die dunkle Stimme füllt die hohen Räume im Burgtheater in atemberaubender Schnelle mit Sätzen.

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