In ihrer Rolle als seelengute Pitzkele verstört sie alle. Das war bei den Salzburger Festspielen so und ist nun am Wiener Akademietheater nicht anders. Denn: Bei der Dramatisierung von David Grossmans Roman „Kommt ein Pferd in die Bar“ sitzt Mavie Hörbiger eingangs im Publikum, ihr Handy klingelt. Mehrmals. An diesem Punkt droht der Abend zu kippen. „Die Leute regen sich so unglaublich auf, wenn das Telefon läutet. Jedes Mal. Mir ist das sehr peinlich. Ich wurde einmal fast geschlagen, der Mann war so außer sich“, erzählt die Schauspielerin und dabei funkeln ihre großen runden Augen. Die dunkle Stimme füllt die hohen Räume im Burgtheater in atemberaubender Schnelle mit Sätzen.