Der Hohe Dachstein zählt mit seinen knapp 3000 Metern zu den bekanntesten Bergpersönlichkeiten Österreichs. Kein Wunder, dass der formschöne Gipfel bei vielen Kletterern ganz oben auf der alpinen Wunschliste steht.

Die meisten versuchen ihr Glück im Sommer, aber nur wenige können sich eine Besteigung bei Schnee vorstellen. Dabei ist es am Dachstein außerhalb der üblichen Saisonzeit viel ruhiger. Für versierte Alpinisten, die mit Steigeisen, Seil und Pickel umgehen können, ist die Herausforderung auch bei Schnee überschaubar. Wer unsicher ist, wendet sich am besten an einen der lokalen Bergführer. Ein außergewöhnliches Erlebnis ist eine Winterbesteigung allemal. Aber Vorsicht, die Seilbahn ist nur noch bis 1. Mai in Betrieb.

Die Route auf den Hohen Dachstein
© KLZ/Infografik

Das Abenteuer beginnt an der Bergstation Hunerkogel (2700 m). Mit Schneeschuhen oder der Tourenausrüstung geht es an den Skiliften vorbei in nördlicher Richtung auf dem präparierten Gletscherweg bis kurz vor die Seetalerhütte. Hier verlassen wir den präparierten Weg nach rechts und gehen in flachen Spitzkehren hinauf bis zur sogenannten Randkluft, wo wir die Ski- oder Schneeschuhe zurücklassen.

Jetzt wird es anspruchsvoller: Mit Pickel, Steigeisen und Seil geht es dann entlang der Sommerroute aufwärts. Achtung, der Klettersteig ist teilweise unter dem Schnee begraben. Zum Sichern bieten sich Haken oder Bügel an. Wichtig: Der Führende muss beim Vorstieg sicher sein und auch das Nachsichern mit dem 30 Meter Seil beherrschen.

© Herbert Raffalt

Bald ist das stählerne Kreuz auf dem Gipfel erreicht und wir können das großartige Panorama genießen. Der Abstieg entlang der gleich Route erfordert nochmals hohe Konzentration und Aufmerksamkeit.