Dominikanische RepublikTraumhafte Reise auf die Halbinsel Samaná

Der Flughafen auf der Halbinsel Samaná wird nun direkt angeflogen. Eine Reise unter Palmen, Wasserfällen, tropischen Früchten, wasserblauen Steinen und weißen Sandstränden.

Der weiße Sandstrand von Samaná
Der weiße Sandstrand von Samaná © Fotolia
 

Als „wunderschönsten Platz der Erde“ bezeichnete Musiklegende Falco die Dominikanische Republik, die ihm Wahlheimat und Fluchtpunkt war. Durchschnittlich 30 Grad Celsius, weißer Sandstrand, türkisblaues Meer und jede Menge Palmen bestätigen dieses Zitat. Falco lebte bis 1998 in Puerto Plata an der Nordküste der Insel, die am Atlantik liegt. Unweit der Halbinsel Samaná, die auf eine traumhafte Reise entführt. Versteckte Buchten und Inseln, der Nationalpark Los Haitises, exotische Bauernhöfe sowie naturbelassene Wasserfälle, Delfin- und Waltouren lotsen einen dorthin. Auch die Mentalität der Dominikaner, die sich aus Spaniern, europäischen Auswanderern und einheimischen Tianos entwickelten, ist einzigartig: „Die Einheimischen leben im Hier und Jetzt. Sie sind locker, offen und feierfreudig“, erzählt Sandra Stiegler, Reiseführerin an der dominikanischen Nordküste.

Die gebürtige Deutsche hat sich vor vielen Jahren in die Insel verliebt, ist dorthin ausgewandert und lebt heute mit ihren beiden Kindern dort. Um die schönsten Ecken der Dominikanischen Republik mit Insiderinformationen zu entdecken, empfiehlt es sich, eine Tour mit einer Fremdenführerin wie ihr zu buchen.

Die Hauptstadt Santa Barbara, die von den Einheimischen verwirrenderweise ebenfalls Samaná genannt wird, ist ein karibisches Potpourri. In bunten Holzhäuschen kann man Souvenirs oder Kleidung kaufen. Ein beliebtes Mitbringsel ist Schmuck aus Larimar. Der Stein, der in allen Facetten des Meeres schimmert, kommt nur in der Dominikanischen Republik vor.

Im Hafen von Samaná gehen wir an Bord eines Bootes, das uns in den Nationalpark Los Haitises schippert. Das tropische Gebiet zeichnet sich durch seine vielen Höhlen, Gewässer und Mangrovenwälder aus, in denen sich die tierische Vielfalt in ihrer natürlichen Umgebung hautnah beobachten lässt. „Um giftige Tiere muss man sich in der Dominikanischen Republik keine Sorgen machen“, erklärt Reiseführerin Stiegler den Dschungelneulingen. Mit etwas Glück kann man während der Bootsfahrt dafür Delfine und Wale beobachten. Zwischen den naturbelassenen Felsen und Buchten angekommen, zeigen sich die unterschiedlichsten Vogelarten, unter anderem der Palmenschwätzer, der Nationalvogel der Republik. Das Boot legt zwischen gewaltigen Mangrovenbäumen an und wir tauchen ab in die Unterwelt, um die beeindruckenden Höhlen wie die „Cueva de la Arena“ mit ihrer Fledermauskolonie oder die „Cueva de las Linias“ mit Petroglyphen zu erkunden. „Noch heute kann man in den Höhlen des Parks die Wandmalereien und Skulpturen der Ureinwohner erkennen“, erklärt der einheimische Bootskapitän Augusto.

Auf der Rückfahrt stoppt das Boot an einer kleinen Insel, der Cayo Levantado, nahe dem Hafen von Santa Barbara. „Diese Insel wird aufgrund des angeblichen Drehs des berühmten Werbespots auch Barcadi-Insel genannt“, erzählt Stiegler. Mit Blick auf das türkisblaue Meer und die Palmen kommt einem gleich die Melodie in den Sinn, während man sich mit Massagen oder landestypischen Köstlichkeiten verwöhnen lassen kann.

Die Grundlage der dominikanischen Küche bilden kreolische und antille Rezepte. Natürlich dürfen auch tropische Früchte nicht fehlen. Wenn gewünscht, werden Ananas oder Kokosnuss mit einem Schuss Rum serviert. Der landeseigene Rum hat seine Wurzeln im Zuckerrohranbau, der auf der Insel betrieben wird. Eine weitere flüssige Spezialität – im Land bekannt als Wunder- oder auch Potenzmittel – ist das Getränk „Mamajuana“. Ein Kräuterschnaps aus Wurzeln und Rinden, die wochenlang in Gin, Honig, Rum und Rotwein ziehen.

Angebaut werden die meisten Früchte auf typisch dominikanischen Bauernhöfen. „Von Bananen über Ananas, Cashew- und Kokosnüssen bis hin zu Kaffee, Zuckerrohr und Kakao – bei unseren tropischen Temperaturen wächst eine Vielfalt von Früchten“, erklärt Josy, einer der heimischen Bauern. „In unseren 179 Dörfern leben viele Menschen von der Landwirtschaft – ein Großteil auch vom Fischfang.“ Und nicht nur die Landwirtschaft, auch die Herstellung von Zigarren, die in den Fabriken beobachtet werden kann, zählt zum traditionellen dominikanischen Handwerk.

Ohne Abkühlung im türkisblauen Meer darf kein Besuch zu Ende gehen. Doch nicht nur der Atlantik, auch die spektakulären Wasserfälle bieten Erfrischung bei durchschnittlich 30 Grad Lufttemperatur. Ein Besuch am höchsten Wasserfall in El Limón, 30 Kilometer von der Hauptstadt entfernt, sollte auf jeden Fall mit eingeplant werden. Er ist zu Fuß durch den Wald zu erreichen – Gummistiefel empfohlen –, man kann sich aber auch von einem Pferd tragen lassen. Am Wasserfall angekommen, entspinnt sich eine muntere Unterhaltung mit dem bunten Papagei, den einem die Dominikaner auf die Schulter setzen. Zusätzlich wird am Wasserfall ein ungewöhnliches Erfrischungsbad mit Whirlpooleffekt geboten.

Das typisch dominikanische Leben lässt sich in der Hauptstadt oder bei den Bustransfers entlang der Straßen beobachten: kleine bunte Häuser, Kinder in Schuluniformen, viele Mopeds, die kreuz und quer fahren, Pferde, Kühe, streunende Hunde und jede Menge Dominikaner, die es sich vor ihren Häusern gemütlich machen. Gesprochen wird Spanisch, die meisten Dominikaner sprechen aber auch Englisch und sogar Deutsch. „Die Sprachenvielfalt hat ihren Ursprung darin, dass 50 Prozent der Einnahmen auf der Insel vom Tourismus kommen“, erklärt Stieger.

Und wen wundert’s: Schließlich ist hier „einer der wunderschönsten Plätze der Erde“, wie schon Falco richtig erkannte.

Reisetipps

Unterkunft in Stadtnähe bietet das Vier-Sterne-Plus-Hotel COOEE at Grand Paradise Samaná. Das
Resort bietet unter anderem kulinarische Ausflüge von asiatisch bis mexikanisch.

Zu erreichen ist die Halbinsel mit ITS Billa Reisen seit November direkt über den nahe gelegenen Flughafen El Catey. Informationen und Buchung unter www.billareisen.at/DomRep.

Die Reise wurde unterstützt von ITS Billa Reisen.

Kommentare (1)

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hermannsteinacher
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3
Lesenswert?

Aufpassen,

Cocosnüsse können auch auf Köpfe fallen!

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