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Brexit, Roaming, UmweltzonenDas ändert sich für Reisende im Jahr 2021

Vieles zum Thema Reisen 2021 steht in den Sternen - diese Änderungen hingegen sind fix.

© Tierney/stock.adobe.com
 

Wie viel, wie weit und ob wir 2021 werden reisen können - das bleibt abzuwarten. Einige Neuerungen sind jedoch fix – ÖAMTC-Touristikerin Maria Renner fasst sie zusammen.

Großbritannien: Der Brexit wird Realität: Ab 1. Jänner 2021 ist das Vereinigte Königreich ein Drittstaat.

  1. Einreise. "Bis auf Weiteres werden EU-Bürger aber kein Visum für die Einreise für einen Aufenthalt von bis zu sechs Monaten benötigen. Der Reisepass wird für die Einreise jedenfalls akzeptiert", erklärt die Expertin des Mobilitätsclubs. "Die Einreise mit dem Personalausweis ist nur noch bis 30. September 2021 gestattet."
  2. Versicherungschutz. Mit der Europäischen Krankenversicherungskarte, also der Rückseite der e-card, wird es nicht mehr den gleichen umfassenden grenzüberschreitenden Schutz im Krankheitsfall geben. Der Abschluss eines zusätzlichen Reiseschutzes wird daher dringend empfohlen.
  3. Roaming. Ab Jänner 2021 sind auch die derzeit geltenden EU-Roaming-Vorschriften nicht mehr anwendbar. Das bedeutet, die Garantie für kostenloses Roaming in Großbritannien endet. "Touristen in Großbritannien könnten somit von erhöhten Roamingkosten betroffen sein. Am besten informiert man sich bei seinem Mobilfunkanbieter über etwaige Gebühren", rät ÖAMTC-Expertin Renner.

Italien:

  1. Fahrverbote: Die Umweltzone in Bozen wird ab Juli 2021 verschärft – es gilt dann ein Fahrverbot von Dieselfahrzeugen der Abgasnormen Euro 0 bis 4 (statt bisher 0 bis 3). Für Benzinfahrzeuge bleibt das Fahrverbot für die Abgasnormen 0 und 1 unverändert. Die Zone im Stadtgebiet Bozens ist Montag bis Freitag zwischen 7 und 10 Uhr sowie zwischen 16 und 19 Uhr aktiv.
  2. Eintritt für Venedig. "Die Stadtregierung von Venedig wollte bereits 2019 eine Eintrittsgebühr von Tagestouristen verlangen. Nach mehrmaliger Verschiebung, auch aufgrund der Corona-Pandemie, ist der Start für die Gebühreneinhebung nun für Juli 2021 geplant", weiß ÖAMTC-Touristikerin Renner. "Die Gebühr soll an stark frequentierten Tagen sechs bis acht Euro betragen, an weniger frequentierten drei Euro." Wie genau diese Gebühr eingehoben werden soll, ist allerdings noch nicht klar.

Tschechien: Das Nachbarland stellt von der Klebevignette auf die E-Vignette um. Diese kann auch online in einem offiziellen E-Shop bzw. an Selbstbedienungsautomaten an den Grenzübergängen gekauft werden.

Niederlande: Bereits seit 1. November 2020 dürfen in der Amsterdamer Umweltzone keine Diesel-Fahrzeuge mit den Abgasnormen Euro 0 bis 3 mehr fahren. Außerdem wurde die Fläche der Umweltzone auf das gesamte Gebiet innerhalb des Autobahnrings A10 ausgeweitet.

Belgien: In Belgien wurde bereits am 1. Oktober 2020 die Rettungsgasse eingeführt.

Russland. Für Reisen nach Russland gibt es ab 1. Jänner 2021 ein einheitliches elektronisches Visum (eVisum), das bis zu 16 Tage gültig ist und die einmalige Einreise in das gesamte russische Staatsgebiet zulässt. "Die Kosten für den Antrag betragen rund 40 US-Dollar (rund 33 Euro) – es werden dafür keine Einladungen, Hotelreservierungen oder andere Dokumente, die den Zweck der Reise bestätigen, mehr benötigt", erklärt die Expertin.

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