Ein markanter Temperatursturz sorgt in den Bergen der Obersteiermark für Abkühlung und Schnee in höheren Lagen. Kein ungewöhnliches Ereignis um diese Jahreszeit. Nur bei der Tourenplanung sollte man etwas vorsichtig sein. Der Schnee sorgt nicht nur für einen rutschigen Untergrund, er kann auch die Bodenmarkierungen verdecken und somit die Orientierung erschweren. Am besten, man sucht sich ein Ziel unter der Schneefallgrenze aus.

Überaus reizvoll zeigt sich der Ahornsee am Dachstein in diesen Tagen. Die Verfärbung hat bereits eingesetzt. Allerdings sind es statt der Ahornbäume, wie der Name es vermuten lässt, die zahlreichen Lärchen, die für zarte Herbstfarben sorgen. Obwohl bei dieser Tour kein Gipfel erreicht wird, lockt die Wanderung doch mit ihren landschaftlichen Reizen.

Die Route zum Ahronsee
© KLZ/Infografik

Am Parkplatz nahe der Kneippanlage von Weissenbach geht es los. Wir wandern an einem neu errichteten Feriendorf vorbei taleinwärts ins Gradenbachtal. Wir folgen einer breiten Schotterstraße zum Schranken und weiter bis zum Jagdhaus Gradenbach (899 m) in der Nähe des Gradenbach-Wasserfalls. Nun geht es über steiles Waldgelände aufwärts. In zahlreichen Kehren zieht der Steig immer höher.

Die Hütte auf der Grafenbergalm hat bereits geschlossen
© Herbert Raffalt

Nachdem wir einen steilen Hang gequert haben, geht es durch ein ausgewaschenes Bachbett weiter in nördlicher Richtung. Nach etwa zweieinhalb Stunden erreichen wir den idyllischen Ahornsee auf 1485 Metern. Wer noch Lust auf mehr hat, kann noch zum Grafenbergsee und zur Grafenbergalm aufsteigen. Allerdings ist die Hütte bereits geschlossen. Das Vieh wurde schon vor Tagen ins Tal gebracht.

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