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Wege zur Passion VIIDie Grabeskirche: Der Wunsch, dem Heiligen nahe zu sein

Die Grabeskirche in Jerusalem ist über der Stätte erbaut, an der Jesus starb. Das ist archäologisch belegt und dennoch für viele schwer zu glauben.

Die Äthiopischen Christen feiern die Auferstehung Jesu traditionell auf dem Dach der Grabeskirche © imago/Xinhua
 

Die Wallfahrtskirchen von Heiligenblut oder Mariazell, der Stephansdom in Wien oder die Kathedrale Notre-Dame in Paris: Sie alle stehen frei an ausgewählten schönen Plätzen, wodurch ihre architektonische Wirkung unterstrichen wird. Gelangt man aber durch das Gewirr von Gassen in Jerusalem zur Grabeskirche, dann muss man – für viele Besucher enttäuschend – feststellen, dass nur ein Teil der Südfassade zu sehen ist. Der ganze Rest ist engst umbaut. Die Geschichte der Grabeskirche ist eben eine der menschlichen Begehrlichkeiten. Und manchmal auch der Eifersüchteleien. Jede Konfession wollte dem Heiligen möglichst nahe sein, weswegen Klöster dicht an die Außenmauer der Kirche gebaut wurden.

Kommentare (1)
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zweigerl
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1
Lesenswert?

Markt der Eitelkeiten

Habe gar nicht gewusst, was diese Ursprungsstätten für ein Markt der religiösen Eitelkeiten sind. Die Andacht vor einer unbeachten Waldkapelle irgendwo bei uns hat dann doch mehr SPIRIT als diese lächerlichen Pilgerfahrten.