VKI-TestBuggys: Unbequem und manchmal auch ungesund

VKI und Stiftung Warentest haben gemeinsam 12 Buggys getestet. Nur fünf davon waren gut, der teuerste Wagen fiel wegen Schadstoffbelastung durch. Worauf es beim Buggy-Kauf ankommt.

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Viele Buggys sind einfach nicht kindgerecht gestaltet © (c) Aliaksei Lasevich - stock.adobe.com (LOSEVICH.COM)
 

Für Eltern bedeutet es meist eine große Erleichterung, nicht mehr mit einem sperrigen Liegekinderwagen unterwegs sein zu müssen, sondern ihr Kind aufrecht sitzend in einem viel wendigeren Buggy transportieren zu können. Für Kinder sitzt es sich darin nur leider meistens sehr unbequem. Zu diesem Resultat kommt ein neuer Test der Konsumentenschützer. "Die wesentlichsten Merkmale für eine optimale Passform sind die Länge der Rückenlehne und der Sitzfläche. So ist zum Beispiel der Babyzen, der mit 430 Euro teuerste unter den klassischen Buggys, nur für etwa drei Monate geeignet – nämlich nur für Kinder im Alter von 9 bis 12 Monaten. Auch im Britax Römer und im Hartan ist für die meisten Kinder älter als eineinhalb Jahre schon wieder Schluss", beschreibt man beim VKI das Problem. Der Hartan Buggy1 i-maxx und der Jogger TFK Mono Sportkinderwagen (mit 869 Euro das teuerste Produkt) hatten noch ein zusätzliches Problem: Bei ihnen fanden die Konsumentenschützer fruchtbarkeitsschädigende Schadstoffe.

Testsieger

Klassische Buggys:
Ein "Gut" mit der höchsten Punktezahl bekam ­Smiloo Happy+ um 289 Euro. ER hat laut VKI nur ein einziges Manko: Für ihn gibt es keinen angepassten Regenschutz.

Jogger-Buggys für Eltern, die gern mit dem Kinderwagen laufen:
Drei Produkte wurden getestet. Der Sieger ist der "Urban Glide 2" von Thule (um 780 Euro) - perfekt für Kinder ab 6 Monaten bis vier Jahre. Fahr- und Spurstabilität haben die Tester überzeugt.

Die Testergebnisse im Detail finden sich in der September-Ausgabe der Zeitschrift "Konsument" und (kostenpflichtig) unter www.konsument.at

Worauf es beim Kauf ankommt

  1. Probieren Sie vor dem Erwerb den Klappmechanismus selber aus und schieben Sie das Modell zur Probe.
  2. Die Rückenlehne sollte über den Kopf des Kindes ragen und sich flach herunterklappen lassen.
  3. Die Sitzfläche darf nicht zu lang sein, weil sonst die Beine des Kindes nicht bequem abgewinkelt werden können.
  4. 5-Punkt-Gurte sind guter Standard. Sie sollten schnell und einfach zu bedienen sein.
  5. Sonnenschutz: Achten Sie auf ein großes Verdeck, das aber dem Kind freie Sicht lässt.
  6. Die Schieber sollten sich auf die Größe der Eltern anpassen lassen. Prüfen Sie, ob Sie den Buggy bequem schieben können.
  7. Fußstütze. Am sinnvollsten – aber kaum vorhanden – sind verstellbare Stützen, weil die Kinder ja wachsen. Die Beine sollten nicht baumeln, denn das kann schmerzen.

 

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