Bitte warten - Ihr Zugang wird eingerichtet.

26 Gesichtspeelings im TestJedes zweite enthält flüssige Kunststoffverbindungen

Gesichtspeelings sind inzwischen größtenteils frei von Mikroplastikkügelchen. Das bedeutet aber nicht, dass sie keine anderen Kunststoffe enthalten.

© Wayhome Studio/stock.adobe.com
 

Die gute Nachricht zuerst: Statt auf Mikroplastikkügelchen Polyethylen, Nylon oder Polyamid setzen Kosmetikhersteller bei Gesichtspeelings inzwischen auf feinen Sand, Jojobawachs, Kieselsäure, gemahlene Aprikosenkerne oder Bambusmehl, um die Haut zu reinigen.

Der ganze Test zum Download

Wer allerdings glaubt, dass deshalb alle Produkte frei von Kunststoff sind - angeschmiert.  Jedes zweite konventionelle Peeling enthält flüssige Kunststoffverbindungen, zeigt eine aktuelle Untersuchung des Magazins Ökotest auf. Darunter fallen synthetische Polymere wie Silikone und Acrylate, die im Abwasser landen.

14 der 26 Peelings für normale, Misch- und unreine Haut schneiden „sehr gut“ ab: sechs davon sind Naturkosmetikprodukte, acht konventionell hergestellte Peelings. Weitere fünf konventionelle Peelings werden mit „gut“ bewertet.

Tipps rund ums Peelen

  • Ein, zwei Mal pro Woche das Gesicht zu Peelen wird empfohlen. Das befreit die Haut von abgestorbenen Hautzellen und Mitessern.
  • Körperpeelings besser nicht im Gesicht anwenden: die Partikel könnten zu scharfkantig und grob für die feine Haut im Gesicht sein.
  • Rezept zum Selbermachen: Für ein effektives Gesichtspeeling 5 Esslöffel Kaffeesatz (oder Kaffeepulver) mit 2 Esslöffeln Öl (z. B. Kokosöl, Olivenöl, Mandelöl) vermischen. Aufs Gesicht auftragen und losrubbeln.

Zur Abwertung kam es hier vier Mal wegen der eingangs angesprochenen flüssigen Kunststoffverbindungen und einmal wegen Polyethylenglycol-Derivaten. Die sechs „befriedigenden“ Produkte enthielten sowohl flüssige Kunststoffverbindungen als auch PEG-Derivate.

Die rote Laterne im Test bekommt Niveas "Tägliches Wasch-Peeling". Die Rezeptur enthält Lilial, einen Duftstoff der in Tierversuchen eine Beeinträchtigung der Fortpflanzungsfähigkeit gezeigt hat. Der Zusatz BHT steht unter Verdacht, wie ein Hormon zu wirken. Hinzu kommen auch hier PEG/PEG-Derivate und flüssige Kunststoffverbindungen.

Diskutieren Sie mit - posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung!
Kommentieren