Augen auf beim OlivenkaufHinweis auf schwarz gefärbte Oliven muss man oft suchen

Der Hinweis darauf, dass es sich um schwarz gefärbte Oliven handelt, ist bei vielen Produkten oft nur im Kleingedruckten zu lesen.

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Schwarze Oliven sind oft eingefärbt © Pixel-Shot/stock.adobe.com
 

Nicht ausgereifte Oliven werden häufig künstlich schwarz gefärbt und im Handel zum Verkauf angeboten. Bereits vor einigen Jahren kritisierte die Arbeiterkammer Oberösterreich, dass das dabei eine entsprechende Kennzeichnung fehlt. Eine aktuelle Er­hebung zeigt, dass nun alle Produkte einen Hinweis auf Schwärzung enthalten - allerdings lassen Art und Weise der Deklaration teilweise noch zu wünschen übrig.

Nur bei fünf von zwölf Produkten fand sich der entsprechende Hinweis gut erkennbar auf der Vorderseite der Verpackung, bei sechs erst im Kleingedruckten oder auf der Rückseite in der Sachbezeichnung oder im Zutatenverzeichnis.

Tipps für den Kauf

  • Oliven sind im unreifen Zustand zunächst grün und ändern ihre Farbe, je nachdem wie lange sie am Baum hängen, zu dunkel violett, rotbraun bis schließlich fast schwarz. Somit ist die Färbung abhängig vom Reifezustand der Früchte und von Frucht zu Frucht unterschiedlich. Ge­schwärzte Oliven haben im Gegensatz dazu eine einheitlich schwarze Färbung.
  • Bei der Auswahl der Früchte empfiehlt es sich lieber zu natürlich schwarz gereiften Oliven zu greifen, da diese wesentlich aromatischer im Geschmack sind.
  • Wer sich nicht sicher ist, den Hinweis einer künstlichen Schwarzfärbung übersehen zu haben, der sollte einen Blick auf das Zutatenverzeichnis werfen. Dort liefern die Zusatzstoffe Eisengluconat (E 579) oder Eisenlactat (E 585) das entsprechende Indiz.
  • Wer sich die zum Teil detektivische Arbeit gänzlich ersparen möchte, greift zu Bio-Oliven. Diese sind grundsätzlich unbehandelt.

Bei einem Produkt erfuhr man lediglich in türkischer Sprache, dass es sich um gefärbte Oliven handelt, oder wenn man die E-Nummer 585 richtig zu interpretieren wusste. Im deutsch­sprachigen Zutatenverzeichnis beziehungsweise in der Sachbezeichnung ist nämlich nur von "schwarzen Oliven" die Rede. 

Das Testergebnis zum Download

Zum Färben der Oliven werden Substanzen wie Eisengluconat (E 579) oder Eisenlaktat (E 585) verwendet. Das gilt zwar als gesundheitlich unbedenklich, dennoch würden die Verbraucher zu wenig deutlich darauf hingewiesen, kritisieren die Konsumentenschützer.

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