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Kaffeereport 2020Rekorde und Mythen: So trinken die Österreicher ihren Kaffee

Wie viel geben die Österreicher für Kaffee aus? Hält ein Espresso am Abend wirklich wach? Und wie viel Zucker rieselt täglich in die Tassen der Österreicher? Antworten liefert der De’Longhi Kaffeereport.

Cappucino, Espresso & Co. - wie Österreicher ihren Kaffee mögen © (c) STUDIOROCCI
 

Jeder Österreicher gibt pro Jahr rund 334 Euro für Kaffee aus und der Konsum von Kaffee steigt stetig an. Laut De’Longhi Kaffeereport 2020 prognostiziert das US-Landwirtschaftsministerium für das Erntejahr 2019/20 einen weltweiten Rekordkonsum von rund 167,9 Millionen Säcke Kaffee à 60 kg. Die Europäische Union zählt dabei zu den größten Absatzmärkten des beliebten Getränks.

Der weltweite Umsatz im Segment Kaffee beträgt demnach 2020 etwa  321 Milliarden Euro und soll bis zum Jahr 2025 ein Marktvolumen von mehr als 532 erzielen. Das jährliche Umsatzwachstum betrage laut Statista10,6 Prozent.

Die Österreicher liegen mit jährlichen Pro-Kopf-Ausgaben für den Gebrauch zu Hause an 5. Stelle im europäischen Spitzenfeld, inklusive dem Außer-Haus-Markt an 6. Stelle. (Quelle: Statista Consumer Market Outlook 2019). Rund 63 Prozent aller Österreicher genießen laut Kaffeereport ihren Kaffee zu Hause, gefolgt von rund 26,5 Prozent, die ihren Kaffee am Arbeitsplatz bzw. am Ausbildungsplatz konsumieren.

Kaffeeabsatz laut Kaffeereport 2020 Foto © De’Longhi

Kaffee bleibt beliebtestes Getränk

86,4 Prozent aller Österreicher trinken Kaffee. Rund 162 Liter Kaffee pro Jahr, meisten bis zu zwei Tassen täglich. 83,9 Prozent starten laut Kaffeereport mit Kaffee in den Tag, 66,2 Prozent genießen ihn auch nachmittags. Bei den Heißgetränken folgen Tee (71,5%), Kakao (42,3%) und Milch (23,9%).

Der Verlängerte ist mit 39,8 Prozent nach wie vor der Favorit der Österreicher, gefolgt von Cappuccino (34,9%) und Espresso (24,8%). Entkoffeinierten Kaffee trinken nur 3,9 Prozent. Dabei verzichten bereits über 60 Prozent auf Zucker oder Süßstoff.

Kaffeekonsum laut Kaffeereport 2020 Foto © De’Longhi

"Kaffeekonsum ist krisenresistent. Durch die vermehrte Home-Office Arbeit wurde sogar noch mehr Kaffee getrunken, insbesondere bei den jüngeren Zielgruppen. Durch den Wechsel ins Home-Office gaben die 18 bis 29-Jährigen an, bis zu 20 % mehr Kaffee konsumiert zu haben, die 30 bis 39-Jährigen zu 15 %, die 40 bis 49-Jährigen zu 14 % und die 50 bis 75-Jährigen zu 11 %", so Michael Frank, Geschäftsführer der De'Longhi-Kenwood GmbH. Für den Konsumenten sei es extrem wichtig, vor dem Kauf eine neue Kaffeemaschine zu sehen und zu testen, was während des Lockdowns im agierenden Onlinehandel nicht möglich war. Sofort nach der Öffnung des stationären Fachhandels erfolgte ein regelrechter Run insbesondere auf Kaffeevollautomaten, erklärt Frank weiter. Die höchste Absatzsteigerung erzielten Kaffeevollautomaten im unteren und mittleren Preissegment bis zur Preisklasse von 1.000 Euro.

Kaffeeumsatz laut Kaffeereport 2020 Foto © De’Longhi

Kapselmaschinen und Milchalternativen

Für die Kaffeezubereitung zu Hause werden laut Kaffeereport von 45,7 Prozent Kaffeekapselmaschinen und von 45,4 Prozent Kaffeevollautomaten bevorzugt. 28,1 Prozent der Haushalte haben eine Filterkaffeemaschine, gefolgt von Espressokannen (10,1%), Siebträger-/ Einspannmaschinen (6,2%) und French Press / Kaffeepressen (5,4%). Lediglich 0,4 Prozent der Haushalte haben zu Hause keine Möglichkeit, Kaffee zuzubereiten.

Kaffeevorlieben laut Kaffeereport 2020 Foto © De’Longhi

Während im Vorjahr 67 Prozent der Konsumenten ihren Kaffee mit Milch getrunken haben, waren es heuer 74 Prozent. "Bereits 23,5 Prozent der Kaffeetrinker bevorzugen statt herkömmlicher Milch Pflanzendrinks aus Mandeln, Hafer, Soja, Kokos oder Reis. Am beliebtesten ist derzeit die Milchalternative aus Mandeln, die von 4,8 Prozent der Konsumenten für die Kaffeezubereitung verwendet wird. Die österreichischen Baristas präferieren jedoch Haferdrinks, da ihr Geschmack mit den Kaffeearomen perfekt harmoniert", so Michael Frank.

Wo ist wie viel Koffein enthalten? Foto © De’Longhi

Hält Kaffee wach?

Weshalb können manche Menschen noch um Mitternacht ihren Espresso genießen und dann gut einschlafen, während andere bereits nach dem Nachmittagskaffee über Einschlafprobleme klagen? „Das hat mit genetischer Variation zu tun. Manche Menschen bauen Koffein langsamer ab, wodurch die Wirkung dann länger anhält. Abbau und Wirkung sind geschlechtsneutral. Sie sind zwar auch von Größe oder Gewicht abhängig, aber hauptsächlich auf die Genetik des Menschen zurückzuführen“, so Jürgen König, Professor für Spezielle Humanernährung an der Universität Wien.

Recycling laut Kaffeereport 2020 Foto © De’Longhi

Schokolade oder Kaffee – worin ist mehr Koffein enthalten? Laut Kaffeereport sind rund 61 Prozent der Österreicher der Meinung, dass 100 ml Melange mehr Koffein enthält als 100 g Bitterschokolade. Dazu König: „Ein eindeutiger Irrtum. Klar kann ein Espresso bis zu 110 mg Koffein enthalten. Doch wer dem Kaffee Milch oder pflanzliche Alternativen hinzufügt, liegt deutlich unter den Koffeinwerten anderer Quellen. Somit sollte jeder, der mit dem Einschlafen kämpft auch über Schokolade nachdenken.“

 

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