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Rezept mit HolunderblütenSüßer Gruß aus der Frühlingsküche: Hollerstrauben

Holunder ist ein kulinarischer Glücksfall - im Frühling und im Herbst. So gelingen Hollerstrauben mit Erdbeersauce.

Saison für süße Hollerstrauben © (c) Maren Winter - stock.adobe.com (Maren Winter info@maren-winter.d)
 

Jedem Haus sein Hollerstrauch – das sollte Glück bringen und gegen Feuer, Blitze, Hexen und Schlangenbisse schützen. Außerdem sollte man aus Respekt vor den guten Hausgeistern vor jedem Hollerbusch den Hut ziehen. Sofern man einen hatte. So weit der Volksglaube. Heute ist auch glücklich, wer keinen Hut, dafür aber einen Hollerbusch hat.

Denn der oft meterhohe Strauch hält sogar zweimal im Jahr Köstliches für die Küche bereit – Blüten im Frühling und Beeren im Herbst.
Bis in den Juli spannt der Holler kleine Schirme im dichten Blattgrün auf. Die Schirmrispen tragen das, was als Einziges auch roh gegessen werden kann – die gelblich-weißen Blüten.

Nur die Blüten roh verspeisen

Sie bunkern jenes unvergleichliche Aroma, das man so wunderbar in Zucker herauslösen und mit dem man unter anderem Säfte, Limonaden, Liköre oder Sekt bereichern kann. All die anderen Strauchteile – auch die Beeren – sollten nicht roh gegessen werden.

Sie enthalten sogenannte cyanogene Glycoside, Pflanzengifte, die dem Körper Probleme bereiten können. Deshalb sollte man vor dem Trocknen der Schirmrispen – etwa für Holundertee – die Blüten abzupfen oder zumindest die dickeren Stängel herausschneiden.

Ein himmlischer Frühlingsgruß gelingt mit Hollerstrauben. Kleiner Tipp: Am besten schmecken sie, wenn die Rispen frisch und in voller Blütenpracht vom Baum geschnitten werden. Der Stängel wird beim Herausbacken zum praktischen Griff, aber nicht verspeist.

Rezept: Hollerstrauben mit Erdbeeren

Zutaten für 4:

10–15 Hollerblüten, für den Weinteig: 200 g Weizenmehl,
1/4 l Weißwein, 2 Eier, Salz, Zucker, 2 EL kaltes Mineralwasser (mit Kohlensäure); für die Erdbeersauce: 1/2 kg frische geputzte Erdbeeren ohne Stiel, rund 2 EL Staubzucker, 1 P. Vanillezucker, 2 EL Sauerrahm, 1 Spritzer Zitronen- oder Orangensaft, etwas Rum;  zum Herausbacken: Butterschmalz oder hitzebeständiges Pflanzenöl

Zubereitung:

1. Für die Sauce Früchte halbieren und mit den anderen Zutaten zu einer Sauce pürieren, abschmecken, bis zur Verwendung kühlen.

2. Eine Schüssel mit Wasser füllen und die Hollerdolden einzeln eintauchen, bis sie sauber sind. Nicht unter fließendem Wasser waschen – dabei gehen zu viele Blüten verloren. Auf Küchenpapier gut abtropfen lassen.

3. Für den Teig die Eier trennen. Mehl, Wein, Salz und Zucker glatt rühren und die Dotter einrühren. Das Eiklar zu Schnee schlagen
und unterheben.

4. Zum Herausbacken in einer Pfanne reichlich Schmalz/Öl erhitzen. Die Dolden einzeln durch den Teig ziehen, knusprig braun backen. Am Stiel herausheben, auf Küchenpapier abtropfen lassen. Mit Staubzucker bestreuen, warm mit Erdbeersauce genießen.

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