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WechselwirkungDiese Medikamente sollten Sie nicht zusammen einnehmen

Warum sich Blutverdünner und Schmerzmittel sowie andere Medikamente nicht vertragen.

Gefährliche Wechselwirkungen
Gefährliche Wechselwirkungen © monropic - stock.adobe.com
 

Vom Besuch in der Apotheke kommt man häufig mit einem großen Sackerl, gefüllt mit Medikamentenschachteln, zurück. Blutdrucksenker, Schmerzmittel, etwas fürs Herz und dann noch etwas zum Schlafen: Mit steigendem Alter nimmt auch die Zahl der Medikamente zu, die man einnehmen muss.

Doch mehr Medikamente bedeuten nicht automatisch mehr Gesundheit - oft kann das Gegenteil der Fall sein, wenn es zum Beispiel durch die Kombination von Wirkstoffen zu vermeidbaren Wechselwirkungen kommt, die selbst krank machen können.

Daher gilt es, genau abzuwägen, wie viele Medikamente es wirklich braucht, unterstreichen Internist Peter Mrak (LKH Voitsberg) und Apothekerin Alexandra Mandl. 

Gefährliche Kombinationen

Mit der Zahl der Diagnosen steigt auch die Zahl der Medikamente: Problematisch wird es vor allem dann, wenn es Verschreibungen verschiedener Ärzte gibt, die nichts voneinander wissen. Diese Kombinationen können gefährlich werden:

Blutverdünner und Schmerzmittel

Blutverdünner (z. B. Marcoumar) und Schmerzmittel (vor allem Aspirin) können zur lebensgefährlichen Kombination werden: Die im Schmerzmittel enthaltene Acetylsalicylsäure verstärkt die blutverdünnende Wirkung, es kann zu inneren Blutungen kommen.

Alternative: Bei z. B. Kopfschmerzen stattdessen zu Schmerzmitteln mit Paracetamol greifen.

Blutdrucksenker und Schmerzmittel

Blutdrucksenker werden meist als Dauermedikament eingenommen, kommt dann ein entzündungshemmendes Schmerzmittel (z. B. gegen Rheuma) dazu, ist die Niere in Gefahr: Beide Wirkstoffe schaden der Niere, bei langfristiger Einnahme besteht die Gefahr von Nierenversagen.

Alternative: Ein Schmerzmittel wählen, das die Nierenfunktion nicht beeinflusst.

Cholesterinsenker und Antibiotikum

Statine sollen den Cholesterinspiegel senken. Wird z. B. wegen eines Harnwegsinfekts ein Antibiotikum zusätzlich eingenommen, wird das Statin langsamer abgebaut. Dadurch kommt es zur „Überdosis“ mit der Folge, dass es zu Muskelabbau und Nierenschäden kommen kann.

Alternative: Ein Antibiotikum wählen, das nicht diese Wirkung in Kombination mit Statinen hat.