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Was passiert beim Arztbesuch?

Um das herauszufinden, haben wir Elisa (1), Anna (3), Klara (5), Felix (8) und Laura (15) in die Ordination von Ärztin Sonja Gindl begleitet. Sie erzählt dir, was ihre wichtigsten Aufgaben sind, und gibt dir Tipps, wie du dich bei den Untersuchungen am besten verhältst.

© Simon Möstl
 

1. Im Wartezimmer. Deine Mama oder dein Papa hat für dich einen Termin ausgemacht – und ihr müsst trotzdem warten. Aber warum? Manchmal gibt es Kinder, die plötzlich schwer krank werden, zum Beispiel hohes Fieber haben. Diese sogenannten Notfälle müssen sofort behandelt werden. Deshalb hab einfach ein bisschen Geduld. Sobald die Notfälle versorgt worden sind, kommst du dran.

2. Am Empfang. Hier gibt der Erwachsene, der dich begleitet, deine E-Card mit ­deiner Versicherungs­nummer kurz ab. Sie wird in ein Gerät gesteckt und die Daten von deiner Behandlung werden übertragen. So weiß die Versicherung, was bei dir gemacht wurde, und die Kinderärztin wird dafür bezahlt.

3. Beim Vorgespräch. Die Kinder­ärztin fragt Felix, was ihm wehtut. Das beschreibt er ihr so genau wie möglich. So kann sie am besten ­herausfinden, was ihm genau fehlt. Sie erklärt Felix auch, was bei der Untersuchung passieren wird.

Foto © Simon Möstl
4. Abhören. Zuerst hört Sonja Gindl das Herz und die Lunge ab. Dabei ist es wichtig, dass Felix tief ein- und ausatmet, damit sie überprüfen kann, ob alles in Ordnung ist. Dann schaut sie ihm mit einem eigenen Gerät in die ­Ohren, daraufhin noch in den Mund. Dabei macht Felix den Mund ganz weit auf, dann tut das Unter­suchen auch nicht weh.

5. Ultraschall. Da Klara Bauchweh hat und es wehtut, wenn sie „Lulu macht“, also Harn lässt, wird sie mit dem sogenannten Ultraschallgerät untersucht. Auf dem Bildschirm kann man mitschauen, ob mit den Nieren und Bauch­organen alles stimmt. Die ­Untersuchung tut nicht weh. Es kann nur etwas kalt auf dem Bauch werden. Die Ärztin verwendet nämlich ein Gel, das dafür sorgt, dass sie alle Organe schön sehen kann.

Foto © Simon Möstl
6. Lungenfunktionstest. Laura hat starken Husten. Deshalb wird ermittelt, wie viel Luft sie höchstens nach dem Einatmen in den Lungen haben kann. Für den Test wird Laura zuerst gewogen sowie abgemessen und bekommt eine Klammer auf die Nase. Dann muss sie ganz tief einatmen, die Luft anhalten und so fest wie möglich ausatmen.
Foto © Simon Möstl
7. Kleines Blutbild. Es reicht ein ganz kleiner Stich in deine Fingerkuppe, um einen Minibluttropfen zu bekommen. Mit diesem kann man zum Beispiel herausfinden, ob du einen Eisen- oder Vitaminmangel hast. Bei Felix wird das kleine Blutbild gemacht, um zu bestimmen, woher seine Halsschmerzen kommen. Das hat nämlich Einfluss auf die Art der Medikamente, die er bekommt.

8. Blutabnahme aus der Vene. Anna hat oft Bauchweh und Durchfall. Sonja Gindl möchte wissen, ob mit Annas Bauchorganen alles stimmt. Deshalb macht sie eine Blutabnahme aus der Vene. Dafür wird zunächst am Oberarm ein enges Band angebracht, das das Blut staut, und die Armbeuge wird gereinigt. Wenn du dich nicht bewegst, findet die Ärztin am leichtesten eine passende Vene, in die sie stechen kann, um das Blut zu entnehmen. Lässt du den Arm ganz locker, tut das kaum weh. Nach der Abnahme bekommst du ein Pflaster, das das Blut stoppt.

9. Impfen. Die kleine Elisa wird heute geimpft, um sie vor ansteckenden Krankheiten zu schützen. Bei Säuglingen kommt die Spritze in den Oberschenkel, ältere Kinder impft man in den Oberarm. Beim Impfen ist es besonders wichtig, dass du den Arm locker lässt. Die Impfflüssigkeit wird nämlich immer in den Muskel gespritzt. Und wenn der Muskel entspannt ist, hat die Flüssigkeit leichter Platz – und das tut dann viel weniger weh als bei angespannten Muskeln.

Foto © Simon Möstl
10. Gewichts- und Größenkontrolle. Indem die Ärztin überprüft, ob Elisa ihrem Alter entsprechend zunimmt und wächst, kann sie herausfinden, ob sie gesund ist. Wenn bei Kindern bei Gewicht und Größe etwas nicht stimmt, könnte das nämlich ein Zeichen für eine Krankheit sein.

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