Omikron-VarianteDorothee von Laer: "Aufregen können wir uns dann, wenn wir mehr wissen"

Virologin Dorothee von Laer plädiert gegen zu große Aufregung wegen der Omikron-Variante. Die Infektionslage in Österreich sieht sie optimistisch.

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Dorothee von Laer, Omikron
Dorothee von Laer lehrt und forscht an der Med-Uni Innsbruck © (c) florian lechner voels
 

Ist die Aufregung, die wir um Omikrom veranstalten, zu groß?
DOROTHEE VON LAER: Aufregen können wir uns dann, wenn wir mehr wissen. Aber die Achtsamkeit und das Bemühen, jetzt rasch mehr über diese Variante zu lernen – das ist schon sinnvoll. Wir müssen die Eigenschaften dieser Variante erfassen, vorerst kennen wir nur die Mutationen.

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Danke für Ihr Verständnis.

petzi2307
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Medien

Vielleicht können die Medien von der Dame auch was lernen, ruhiges und sachliches Argumentieren.
Die Überschriften was allein am vergangenen Wochenende zum Lesen waren wie „Die Lage spitzt sich zu“ usw. sollte man lassen. Weil keiner weiß, was Genaues aber wir schreiben.
Ich glaube das würde gegen die Pandemie und gegen der Bevölkerung Spaltung sehr viel helfen.
Und die gegenseitigen Belehrungen von den Forum Experten aller Richtungen sollten auch abgestellt werden.
Weil es wird nichts HELFEN OB Blau, Grün, Rot, Türkis (Schwarz), rosa oder sonst was

„WIR KOMMEN AUS DEM GANZEN NUR ZUSAMMEN RAUS“

Danke bleiben wir Gesund
Ich bin geimpft und halte das persönlich für Richtig

carlottina22
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Wohltuend.

Es ist sehr wohltuend, hier eine Wissenschafterin zu hören, die unaufgeregt, klar und natürlich fachlich fundiert informiert. Ja - informiert und nicht verunsichert und Panik erzeugt. Es wäre wichtig, diesen Stimmen aus der Wissenschaft mehr Platz zu geben und uns populistische Parolen zu ersparen.

Lodengrün
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@Carlottina

auf den Punkt gebracht. Wir die nur peripher damit befasst sind sehen das. Warum sehen das nicht jene Leute die wir dafür gewählt haben und mehr als anständig entlohnen?

Lodengrün
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Was für eine Lady

Abgesehen davon das sie eine Koryphäe in ihrem Fach ist, sie sagt unaufgeregt, aber klar und entschieden was Sache ist. Hätten unsere Politiker nur mehr auf sie gehört und ihre populistischen Ambitionen hinten angestellt wären wir weiter. So aber machte man politisches Geschäft, zog mitunter gewaltige Gräben. Beispiel Nehammer: „wenn ihr Nachbar in der Quarantäne Party macht, melden sie ihn!“.

hart8144
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Danke für die klaren Worte

Es tut richtig gut, bei so viel "Schmarrn" der hier geschrieben wird zum Thema Covid von unzähligen Pseudo-Experten, das Interview einer kompetenten Virologin in der KLZ zu lesen. Neben der fachlichen Kompetenz, schätze ich die klaren, ehrlichen und verständlichen Worte von Dorothee von Laer zu komplexen und kritischen Fragen dieser Pandemie. Damit kann sich jeder ein Bild der aktuellen Lage machen ohne sofort in gegenseitige Beschimpfung, Gehässigkeiten und Vorverurteilungen verfallen zu müssen. Danke an die KLZ an dieser Stelle für diesen Qualitätsjournalismus!

feringo
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Suche nach nachhaltiger Lösung

Dorothee von Laer sagt:
"Ja, es ist tatsächlich nur eine Frage der Zeit, bis wir Varianten haben, bei denen die Impfstoffe nicht mehr wirken. Wir kennen Ähnliches auch von der Grippe. Ich halte es für sehr unwahrscheinlich, dass wir über Jahre hinaus mit diesem Impfstoff das Auslangen finden werden. Ob Omikron nun schon der Anlass ist, wage ich noch nicht zu behaupten."
>>> Genau das ist der Grund, warum das Impfen lediglich eine zwar notwendige, aber eben nur krückenhafte Intervention gegen die Vermehrung von Sars-Cov2 ist. Nachhaltigen Sinn macht nur die Entwicklung von Medikamenten, die schwere Verlaufsformen bei einer Covid-19-Erkrankung zuverlässig verhindern oder die Viren abzutöten in der Lage sind. In diese Richtung sollten Forschungsgelder vermehrt eingesetzt werden!

silentbob79
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Gibt eh viel Forschung auf dem Gebiet

(auch abseits von Kickls Entwurmungsmittel). Aber es ist vermutlich (speziell mit der mrna Technologie) halt leichter einen Impfstoff zu entwickeln als ein Heilungsmittel das über eine reine Symptombekämpfung hinausgeht. Für den Impfstoff braucht man "nur" zu wissen, wie das Virus ausschaut. Für ein Heilungsmittel muss man aber die Abläufe der Krankheit verstehen ...

Aber stimmt, die Impfung ist sicher nur ein Teil beim Kampf gegen Corona. Trotzdem sind viele Mediziner halt der Meinung, dass die am besten behandlete Krankheit jene ist, die garnicht erst ausbricht. Oder wie heißt es so schön "Vorbeugen ist besser als heilen".

feringo
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@silentbob79 : Gibt eh ...

Ob es viel Forschung für Medikamente gibt, kann ich nicht beurteilen, nur dass es noch keine erfolgreichen Ergebnisse gibt. Den Hinweis auf Kickls unscharfen Verstand interpretiere ich mal als Gag.
Ein Mittel, das Symptome bekämpft ist kein Heilmittel aber mit den Impfstoffen, auch nicht mit mRNA, wird es nicht gelingen das Virus zu beseitigen, weil es zu rasch mutiert und somit nicht ausrottbar ist. Daher wird die Strategie, die Krankheit nicht erst entstehen zu lassen, obwohl es die bessere Idee ist, nicht auf gehen. Das hat ja auch bei den Viren zu Schnupfen und Grippe noch nicht funktioniert. Das Impfen wird, trotz zurzeit bester Möglichkeit des Schutzes, nicht zum Ende der Pandemie führen. Diese Sicht ist kein Argument gegen Impfung oder Impfpflicht, weil es für diese eben zurzeit nichts besseres gibt.

ossigrazborn
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Entwicklung von Medikamenten forcieren

… geschieht ja eh - nur steht‘s nicht so oft in der Zeitung.

feringo
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@ossigrazborn : Entwicklung von ...

Es wird schon so sein, aber es sollte öfter in diese Richtung berichtet werden, damit die Forschung von der öffentlichen Hand viel viel stärker auf diesem Gebiet gefördert werden kann.

Mein Graz
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@feringo

Selbstverständlich ist die Entwicklung von Medikamenten sinnvoll und sollte auch voran getrieben werden.

Was ich allerdings befürchte:
Impfgegner werden dann noch vehementer gegen die Impfung auftreten, weil es ja ein "Heilmittel" gibt. Dass die Ungeimpften durch ihr Verhalten trotzdem das Gesundheitssystem belasten, weil viele trotz Heilmittel auch wieder im Krankenhaus landen, werden sie weiterhin bestreiten. Und auch dass Behandlung teuer ist, ist solchen Leuten wurscht, weil sie zahlen ja eh ins Gesundheitssystem ein...

feringo
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@Mein Graz : Selbstverständl...

Naja, ich denk mir, wenn es helfende Heilmittel gäbe, würden keine Spitalsaufenthalte nötig sein. Gibt es aber leider noch nicht.
Sind Sie noch auf den Kanaren?

Mein Graz
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@feringo

Nein, schon einige Tage wieder in Graz.
Eigentlich nur, um wieder die Koffer zu packen und nach Deutschland zu reisen. Unserer Tochter steht eine OP bevor, und sie hat 2 kleine Kinder.

Ich bin sehr froh, dass ich schon die 3. Impfung habe, ich hab mich auch heute getestet um die Jungfamilie nicht in Gefahr zu bringen, und werde das auch in D machen, damit ich mit den Kleinen was unternehmen kann - falls was offen hat...

feringo
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@Mein Graz : .., schon einige Tage ...

Danke für die freundliche Antwort. Freue mich, dass Sie die 3. haben, ich komme am 8.Dez. dran. Alles Gute für Ihre Tochter.

Mein Graz
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@feringo

Danke für die Wünsche!
Und ebenfalls alles Gute, und dass der Impftermin hält!