Backdekor auf WeihnachtskeksenNicht sicherer Farbstoff Titandioxid in vielen Produkten

In zahlreichen verzierten Weihnachtskeksen aus dem Handel fand die Arbeiterkammer Oberösterreich den Farbstoff Titandioxid (E171), der von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit als nicht sicher eingestuft ist.

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Mit Backdekor verzierte Kekse locken jetzt zur Weihnachtszeit und lassen nicht nur Kinderaugen leuchten. Allerdings sehen die kunstvollen Spritzglasuren, Glitzerperlen und Streusel nicht nur hübsch aus, oft enthalten sie auch den weißen Farbstoff Titandioxid (E171), der von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit als nicht sicher eingestuft wurde und voraussichtlich 2022 EU-weit mit einer sechsmonatigen Auslaufphase als Nahrungsmittelzusatzstoff verboten werden soll.

Bei Titandioxid könnte nach aktuellem Forschungsstand eine erbgutverändernde (gentoxische) Wirkung nicht ausgeschlossen werden. Eine akzeptable tägliche Aufnahmemenge konnte bislang nicht genannt werden. Deshalb raten die Konsumentenschützer vorsorglich dazu, bereits jetzt auf Produkte zu verzichten, die E171 enthalten.

Backdekor mit Titan­dioxid

Bei einer Marktrecherche hat die Arbeiterkammer Oberösterreich im heimischen Handel bei nicht weniger als 92 Produkten Titandioxid auf der Zutatenliste gefunden. Die Liste können Sie hier herunterladen.

Der Zusatzstoff E171 ist neben Backdekor etwa auch in Kaugummis, Backwaren oder Soßen enthalten. Bei verpackten Waren muss eine Kennzeichnung mit der Klassenbezeichnung „Farbstoff“ gefolgt von der Bezeichnung „Titandioxid“ oder der E-Nummer („E 171“) im Zutatenverzeichnis vorhanden sein. In Lebensmitteln mit Biostandard ist Titandioxid schon jetzt verboten.

Kommentare (1)
derdrittevonlinks
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Lesenswert?

Ja, ja, ...

... bei den Zuckerpuppen aus den Blutfettgruppen, ist der Farbstoff im Streusel des Pudels Kern.