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ImpfstatistikVermutete Nebenwirkungen bei einem Prozent von zwei Millionen Impfungen

Das BASG dokumentiert Impfreaktionen und Nebenwirkungen. Der aktuellste Bericht besagt: In zeitlicher Nähe zu einer Covid-Impfung mussten 286 Menschen im Spital behandelt werden.

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Der Großteil der Impfreaktionen wurde als mild oder moderat eingestuft © (c) AP (Attila Balazs)
 

Welche Impfreaktionen und Nebenwirkungen von Covid-Schutzimpfungen hervorgerufen werden, das überwacht, dokumentiert und analysiert in Österreich das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG). Und die neuesten Zahlen zeigen folgendes: 286 Menschen sind bisher in Österreich in zeitlicher Nähe zu einer Covid-19-Impfung im Spital behandelt worden oder mussten deshalb länger im Krankenhaus bleiben. Diese 286 Menschen sind unbedingt in Relation zu den 2.403.624 Impfungen zu setzen, die bis 16. April im E-Impfpass eingetragen wurden.

Die Zahl der Thrombosen mit gleichzeitiger Thrombozytopenie nach AstraZeneca-Impfungen liegt weiterhin bei acht. Dabei handelt es sich um jene Nebenwirkung, die während der letzten Wochen auch unter dem Schlagwort Sinusvenenthrombose am häufigsten diskutiert wurde. Das BASG stuft auch den Tod einer 49-Jährigen darunter ein. Weitere Todesfälle in Zusammenhang mit der seltenen Blutgerinnungsstörung wurden bisher nicht gemeldet.

Impfreaktionen und Nebenwirkungen bei allen Vakzinen

Wichtig ist auch zu betonen, dass erwartbare Impfreaktionen bei allen Covid-Schutzimpfungen auftreten. Die Krankenhausaufenthalte nach Impfungen betrafen in 124 Fällen einen zeitlichen Zusammenhang zum bisher am häufigsten eingesetzten BioNtech/Pfizer-Vakzin sowie 20-mal Moderna und 142-mal AstraZeneca. Über die Anzahl von kausalen Verbindungen zu den Impfstoffen machte das BASG keine Angaben, es handelt sich damit lediglich um "vermutete Nebenwirkungen". Bei 69 Patientinnen und Patienten wurden bisher Nebenwirkungen als lebensbedrohend gemeldet, 33 bei BioNTech/Pfizer, acht bei Moderna und 28 bei AstraZeneca.

Insgesamt sind dem BASG bisher 74 Todesfälle in zeitlicher Nähe zu einer Impfung gegen Covid-19 bekannt, 64 nach einer Immunisierung mit BioNTech/Pfizer, vier bei Moderna und sechs bei AstraZeneca. Bei vier Patienten wurde aufgrund des Obduktionsberichts ein Zusammenhang mit der Impfung ausgeschlossen. Bei 16 Personen fiel die Impfung in die Inkubationszeit einer schlussendlich tödlichen Covid-19-Erkrankung. Bei 30 weiteren bestanden schwerwiegende Vorerkrankungen, die vermutlich todesursächlich waren. 23 Fälle sind noch in Abklärung oder ohne ausreichende Informationen.

Überwiegend "milde und moderate Nebenwirkungen"

Die meisten der bisher 20.264 gemeldeten vermuteten Nebenwirkungen bei mehr als zwei Millionen Impfungen waren laut BASG überwiegend "mild bis moderat". Was bedeutet, dass bei einem Prozent aller Impfungen Nebenwirkungen dokumentiert wurden. Die meisten Meldungen gab es bei AstraZeneca, hier waren es 25,77 Berichte pro 1000 Impfungen. Bei Biontech/Pfizer gab es von den Immunisierten pro 1000 Impfungen 2,96 Meldungen und bei Moderna betrug die Melderate 3,42.

Neben Reaktionen an der Einstichstelle zählen Kopfschmerzen oder Müdigkeit (bei jeweils ca. 53 Prozent der Geimpften), Muskelschmerzen oder Unwohlsein (44 Prozent), Fiebrigkeit (33 Prozent), Gelenkschmerzen (26 Prozent), Schüttelfrost (32 Prozent) und Fieber über 38 Grad (acht Prozent) zu den häufigsten Impfreaktionen. Allergische Reaktionen kurz nach den Impfungen wurden bisher 77 gemeldet, 38 bei BioNTech/Pfizer, fünf bei Moderna und bei 34 AstraZeneca.

Impfreaktion oder Nebenwirkung?

Vor dem Gesetz werden Nebenwirkungen und Impfschäden unterschieden. Nebenwirkungen werden im Arzneimittelgesetz abgehandelt. Bei einem Impfschaden ist die gesetzliche Grundlage für eine Entschädigung das Impfschadengesetz. Rechtlich definiert wird der Impfschaden "als eine durch eine Impfung verursachte schwere bleibende Behinderung".

Solche schweren Komplikationen treten aber demnach äußerst selten auf. Wie die "Wiener Zeitung" am Mittwoch berichtete, wurden seit Jahresbeginn wegen Covid-19-Impfungen in Österreich drei Anträge nach dem Impfschadengesetz gestellt. Zwei davon betreffen den Impfstoff von AstraZeneca, einer jenen von Biontech/Pfizer.

 

Kommentare (8)
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moeve53
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Herzmuskelentzündung

Bei uns, gemeldet...
Ich nehme an, es stimmt, dass israelische RA bereits eine Klage diesbezüglich in DenHaag eingebracht haben

petera
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Im nahen Verwandtenkreis gab es bereits

einen Fall von Sinusvenenthrombose.

Sicher noch nicht in der Statistik.

gluschitsch
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Prozent

Wozu die zwei Millionen bei der Angabe von Prozenten?
Die Prozentzahl bleibt immer gleich!

1 von Hundert
10 von Tausend
100 von Zehntausend
1.000 von Hunderttausend
10.000 von einer Million
20.000 von zwei Millionen

Die meisten Meldungen gab es bei AstraZeneca, hier waren es 25,77 Berichte pro 1000 Impfungen. Bei Biontech/Pfizer gab es von den Immunisierten pro 1000 Impfungen 2,96 Meldungen und bei Moderna betrug die Melderate 3,42.

das ergibt bei 3000 Impfungen 32,15 MELDUNGEN ergo 1,076¨

Bei 2 Mio Meldungen 21.433,3¨

feringo
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@gluschitsch : Wozu die ... 1% von 5

gluschitsch, ja, die Prozentzahl bleibt immer gleich, nicht jedoch deren Wert.
1% von 100 = 1 aber
1% von 200 = 2
und genau so ein Unterschied ist zwischen den Prozentwerten bei
1% von 1.000.000 und
1% von 2.000.000
Nur wenn Sie Ihre Berechnungen so anzusetzen, kommen Sie zum richtigen Ergebnis.
Bei den Meldungen müsste man noch unterscheiden: Wer, hat was, an wen, wann gemeldet?

gluschitsch
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Prozent

Und wo werden die berechnet die keine Meldung abgeben?

thereader
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Meine Arbeitskollegen hatten heftige Nebenwirkungen

Sie wollten es aber weder AGES noch einem Arzt melden.

Bluebiru
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@thereader

Was verstehen sie unter heftigen Nebenwirkungen?

Fieber, Gliederschmerzen, Zahnschmerzen, Schüttelfrost, Schmerzen an der Impfstelle usw. - also alles, was an einen grippalen Infekt oder eine Grippe erinnert - sind nicht Nebenwirkungen, sondern Impfreaktionen und damit normal. Sie zeigen nur, dass das Immunsystem auf das Impfserum reagiert, was es ja auch soll.

thereader
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Und das alles

darf man AGES nicht wissen lassen?