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Lachen ist gesundForschung: Um Stress abzubauen, genügt schon ein kleines Lächeln

Ein Forschungsteam der Universität Basel hat herausgefunden, dass die Intensität des Lachens bei der Stressbewältigung keine Rolle spielt. Schon ein Lächeln hilft.

Wer häufig lacht, kommt besser mit Stress zurecht. Diese Einsicht kommt nicht überraschend © (c) Pixel-Shot - stock.adobe.com
 

Kitzelstreiche, Witzereißen und sich vor lauter Lachen fast eine Kiefersperre holen: Wer herzlich lacht, rüttelt und schüttelt manchmal den ganzen Körper durch. Der Kopf wackelt, die Schultern zucken und
das Herz hüpft immer schneller. Möglich machen das 135 Muskeln, die bei jedem Lacher Schwerstarbeit leisten. Allein in unserem Gesicht laufen die
Muskeln beim Lachen zur Höchstform auf. Die Augen werden schmäler, die Brauen heben sich und die Mundwinkel ziehen sich nach oben. Das soll sogar gesund sein, denn beim Lachen lockern sich verspannte Muskeln, sagen Experten.

Menschen lachen im Schnitt geschätzte 18 Mal täglich, schreiben die Erstautorinnen Thea Zander-Schellenberg und Isabella Collins von der Abteilung Klinische Psychologie und Epidemiologie der Fakultät für Psychologie der Universität Basel im Fachblatt "Plos One". Das Forschungsteam hat eine Beobachtung zu dem Thema angelegt.

Unerwarteter Befund

"Das erste Ergebnis der Beobachtung war vor dem Hintergrund der Fachliteratur erwartet worden: In Phasen, in denen die Probandinnen und Probanden häufig lachten, waren belastende Stressereignisse mit geringeren Symptomen verbunden", schreiben die Wissenschafterinnen in einer Mitteilung vom Donnerstag.

"Unerwartet war hingegen der zweite Befund: Für das Zusammenspiel stressreicher Ereignisse und Intensität des Lachens - stark, mittel oder schwach - zeigte sich kein statistischer Zusammenhang mit Stresssymptomen".

Das könnte freilich dem subjektiven Empfinden der Testpersonen geschuldet sein, meinen die Forschenden. Sie empfehlen daher weitergehende psychophysikalische Untersuchungen mittels tragbarer Überwachungsgeräten, die beispielsweise den Puls messen.

Zur Forschung

Das Basler Team hat nun erstmals den Zusammenhang zwischen Stressempfinden und Lachen untersucht.

Dafür wurden 41 Psychologiestudierende, davon 33 weiblich, im Schnitt 22 Jahre alt, mit einer speziellen Handy-App ausgerüstet.

Diese stellte den Probanden in unregelmäßigen Abständen acht Mal am Tag während zwei Wochen Fragen: Weshalb und wie intensiv wurde gelacht? Wie wurde Stress seit dem letzten Signal erlebt? Welche psychischen und physischen Empfindungen gingen mit dem Stressempfinden einher (Schmerzen, Unruhe etwa)?

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