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CoronakrisePhysiotherapeuten: "Wir stehen vor dem Nichts"

Der Bundesverband der Physiotherapeuten fühlt sich in der aktuellen Situation völlig alleingelassen. Weil Praxen nicht behördlich geschlossen werden, fehle freiberuflich tätigen Physiotherapeuten jede existenzielle Absicherung.

Ohne die behördlich angeordnete Schließung würden den Therapeuten keine Ausfallszahlungen gewährt. © physioaustria/helmut wallner
 

Mit einem emotionalen Appell wendet sich der Bundesverband der Physiotherapeuten an die Öffentlichkeit. Man fühle sich völlig alleingelassen mit der Coronakrise: "Ohne die behördliche Schließung von physiotherapeutischen Praxen stehen freiberuflich tätige Physiotherapeuten vor dem Nichts. Ohne die behördlich angeordnete Schließung wird ihnen kein Teil der Ausfallszahlungen gewährt", erklärt der Verband in einer Aussendung.

Aktuell würden die Physiotherapiepraxen freiwillig geschlossen, weil die Therapeuten wüssten, "dass sie durch ihre tägliche körpernahe Arbeit Patienten und Patientinnen einer Gefahr aussetzen. Weil sie verantwortungsbewusst gegenüber den vulnerablen Personengruppen dieses Landes handeln. Sie verzichten zum Schutz der Gesamtbevölkerung."

Auch in anderen Bereichen fühlt sich der Bundesverband von den Behörden allein gelassen: "Unsere Berufsangehörigen sind völlig alleine gelassen von den Behörden in Bezug auf existenzsichernde Maßnahmen". Man werde auch nicht mit Schutzausrüstung oder Bedarfszuweisungen versorgt. Zugleich werde erwartet, dass die Praxen offen bleiben. "Physiotherapeuten tragen wesentlich zum Gesundheits- und Versorgungssystem bei. Auch jetzt, indem sie sich eingestehen: Wir sind ein unverzichtbarer Gesundheitsberuf, aber nicht lebenserhaltend – unsere Arbeit an Hochrisikopatienten stellt eine ernstzunehmende Gefahr dar."

 

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