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StudieFrauen, die im Dezember Geburtstag haben, sterben seltener an Herz-Krankheiten

Große Studie zeigt diesen Zusammenhang auf, über die Ursachen rätseln die Forscher allerdings noch - es gibt nur Hypothesen.

Frauen, die im Dezember Geburtstag haben, sterben seltener an Herz-Krankheiten
Frauen, die im Dezember Geburtstag haben, sterben seltener an Herz-Krankheiten © New Africa - stock.adobe.com
 

Haben Todesfälle etwas damit zu tun, in welcher Jahreszeit man geboren wurde? Diese Frage wurde in Bezug auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen schon häufiger untersucht - nun gibt es eine Antwort.

Eine Forschungsgruppe um Eva Schernhammer, Leiterin der Abteilung für Epidemiologie des Zentrums für Public Health der MedUni Wien, konnte nun nachweisen, dass es in der Tat eine Beziehung zwischen Geburtsmonat und Todesfällen durch Herzkrankheiten zu geben scheint. Demnach haben Frauen, die im Dezember zur Welt gekommen sind, im Vergleich zu Frauen mit Geburtsdatum zwischen März bis Juli ein geringeres Risiko, aufgrund einer kardiovaskulären Erkrankung zu versterben. Die Studie wurde im Top-Journal British Medical Journal publiziert.

Vitamin-D-Mangel?

Wie kann das sein? Zu den biologischen Hypothesen über den Zusammenhang zwischen Herz-Erkrankungen mit tödlichem Ausgang und der Jahreszeit der Geburt gehört etwa die Möglichkeit eines Vitamin D-Mangels bei der Geburt, der je nach Geburtsmonat mehr oder weniger ausgeprägt sein könnte.

Eine weitere besagt: Menschen, die sozioökonomische besser gestellt sind, haben ein geringeres Risiko für Herzkreislauferkrankungen. Unter  Umständen kommt es innerhalb wohlhabender Familien zu einer Vorselektion des Geburtstermins in Richtung Winter, mutmaßen die Forscher.

Die Studie

Für die Studie wurden Daten von 116.911 Frauen miteinander verglichen, die als Krankenschwestern tätig waren. Analysiert wurden sowohl die Gesamtmortalität, als auch jene Todesfälle die speziell aufgrund kardiovaskulärer Erkrankungen auftraten.

Erklärungen fehlen noch

Allerdings lag bei Frauen, die im Frühling und Sommer geboren wurden, eine höhere durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen indizierte Sterblichkeit vor als bei jenen Frauen, die im Herbst und Winter geboren wurden. Die niedrigste Sterblichkeitssrate fand sich bei im Dezember geborenen Frauen, die höchste bei im April geborenen. Schernhammer: “Der Zusammenhang zwischen Geburtsmonat und einem höheren Risiko an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu versterben, wurde bereits früher dokumentiert. Aber mit unserer Studie, die zugleich auch eine der größten Studien bisher ist, konnten wir sozioökonomische Faktoren als ursächlich für diesen Zusammenhang weitestgehend ausschließen. Die genauen, zugrundeliegenden Mechanismen müssen nun in Folgestudien weiter untersucht werden.“

Kommentare (2)

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GordonKelz
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EIN SCHMARREN....

...sollen sich jetzt alle Frauen die nicht im
Dezember geboren wurden, zu Tode fürchten?
Gordon Kelz

joe1406
1
8
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Amüsant

Ich würde sagen einfach Zufall - und mit Statistik lässt sich aus jedem Zufall ein Faktum machen. Wenn man zum Beispiel die Todesraten von Darmkrebs untersucht, würde man sicher auch Geburtsmonate finden die sich" günstig" auswirken von dieser Kran kheit verschont zu bleiben. Zum Beispiel bei Männern die im April geboren sind, Fußball spielen und gerne Bier trinken. Oder so.