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HörschädenWHO will Lautstärke in Kopfhörern drosseln

Eine Milliarde junge Menschen gefährden ihre Ohren durch zu laute Musik.

Lautstärke drosseln
Lautstärke drosseln © olly - Fotolia
 

Eine Milliarde Teenager und junge Erwachsene laufen weltweit Gefahr, Hörschäden zu erleiden - der Grund: dröhnende Musik im Kopfhörer.

Das zeigt die WHO auf: Man habe deshalb zusammen mit der UN-Telekom-Behörde ITU Richtlinien für Smartphones und andere Musikabspielgeräte entwickelt, berichtete Shelly Chadha, bei der WHO für den Bereich Taubheit und Hörschäden zuständig.

Unter anderem sollen die Geräte Lautstärke und Länge des Musikhörens messen, Hörern Hinweise geben, ob ihre Lautstärke sicher ist, und sie sollen Möglichkeiten bieten, die Lautstärke automatisch zu drosseln. "Wir wollten keine Verbote, sondern den Nutzern Wahlmöglichkeiten geben", sagte Chadha. Die WHO habe lange mit Experten und jungen Menschen über die effektivsten Maßnahmen diskutiert.

 

Nur eine Empfehlung

Es handle sich um Empfehlungen, betonte Chadha. Regierungen könnten sie übernehmen und die Industrie verpflichten, sich daran zu halten. Unternehmen können aber auch selbst die Empfehlungen umsetzen. Nach Angaben von Chadha ist die EU eine der wenigen Regionen der Welt, die bereits eigene Sicherheitsempfehlungen für Kopfhörer hat.

Die WHO hat keine Zahlen darüber, wie viele Menschen ihr Gehör tatsächlich durch lautes Musikhören über Kopfhörer geschädigt haben. Hörschäden nähmen aber generell zu, so Chadha. 2013 schätzte die WHO die Zahl der Menschen mit markanten Hörschäden - aufgrund aller Ursachen - auf 360 Millionen, im vergangenen Jahr auf 466 Millionen.

Kommentare (3)

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paulrandig
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Noch ein Vorschlag:

Es sollten Leute auch darauf hingewiesen werden, wenn sie zum dritten mal in derselben Woche Fast Food kaufen, wenn sie wiederholt mit dem Kopf an die Wand rennen, wenn sie mal vergessen zu atmen, zu wenig schlafen, sich im Winter als Fußgänger zu dunkel kleiden, wiederholt zu kurze Strecken mit dem Auto fahren, zu dicht am Straßenrand gehen, zu oft streiten, rauchen, unglücklich sind, vergessen die Schuhe zu binden, sich die Zähne nicht putzen, zu lange kopfüber an Ästen hängen oder zu oft Negatives auf Bildschirmen lesen (z.B. Warnungen, weil die verunsichern und irritieren).

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büffel
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Wahlmöglichkeit ist gegeben

Das Problem dabei ist, daß es für den Konsumenten (der Musik) nicht erkennbar ist, ob er sich gerade einen Schaden zufügt, da der Begriff "laut" sehr dehnbar ist. Daher finde ich es durchaus vernünftig, ihm einen Vorschlag zukommen zu lassen, daß es doch vernünftiger wäre, nicht weiterhin in dieser Lautstärke zu hören, und zwar auf der Grundlage von Meßergebnissen und nicht eines subjektiven Eindruckes; entscheiden kann er daraufhin ja noch immer selbst.
Genauso sollte man doch auch aussprechen, daß entsprechendes Essen ungesund ist, und entscheiden sollte auch noch jedermann selbst können und dürfen, ob er es sich dennoch einverleibt.

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:-)

Diese Warnhinweise wurden alle schon unters Volk gebracht. ;-)

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