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Ein Drittel gefährdet So erkennen Sie das Burn-out

Ausbrennen kann nur, wer für eine Sache brennt: Wer Burn-out-gefährdet ist und welche Anzeichen Sie ernst nehmen sollten.

Burn-out erkennen
Burn-out erkennen © kieferpix - Fotolia
 

Das Zündholz ist abgebrannt, die Batterie ist leer: Diese Sinnbilder beschreiben ein Phänomen, das scheinbar zum Volksleiden geworden ist - Burn-out. Laut einer aktuellen Umfrage fühlen sich drei von zehn Österreichern Burn-out-gefährdet.

Eine Modediagnose, heißt es mittlerweile, die zu Fluchtzwecken missbraucht und inflationär diagnostiziert wird. "Burn-out gibt vielen die Gelegenheit, nicht sagen zu müssen, sie haben eine Depression", entgegnet Psychiater Dietmar Bayer. Die Symptome - Müdigkeit, Energielosigkeit, innere Unruhe, Reizbarkeit - seien nämlich ganz ähnliche, weshalb die klinische Diagnose durch den Facharzt so wichtig sei. 

"Der Burn-out-Patient ist der Letzte, der sich eingesteht, ein Burn-out zu haben", weiß Bayer. Daher seien es oft Kollegen oder die Familie, die bemerken: "Du hast dich verändert."

Typische Symptome

  • Müdigkeit,
  • Energieverlust,
  • Antriebsmangel
  • körperliche Symptome wie hoher Blutdruck/Puls, Schlafstörungen

Da auch körperliche Erkrankungen (Tumore, Diabetes) oder Depressionen dahinter stecken können, ist die ärztliche Abklärung wichtig.

Stresshormone und Antidepressiva

Diese Veränderung führt nicht nur zu den psychischen Symptomen - durch die ständige Überlastung werden Stresshormone nicht mehr abgebaut, Blutdruck und Puls sind ständig erhöht, auch Übergewicht ist eine Folge. Am Ende der Spirale in die totale Erschöpfung steht die Hilflosigkeit, nichts mehr an der Situation ändern zu können - und das Burn-out mündet in eine Depression. Dann braucht es professionelle Hilfe.

Wie unterscheiden sich Burn-out und Depression?

Ein Burn-out steht immer in Zusammenhang mit der Arbeit, während eine Depression viele andere Ursachen haben kann. Im „Endstadium“ geht das Burn-out in einen schweren depressiven Zustand über: Der Körper kann nichts anderes mehr tun als schlafen.

In der Erstphase können Medikamente notwendig sein, Antidepressiva bringen den Hormonhaushalt wieder ins Gleichgewicht. "Dabei darf es aber keine Selbstversuche mit Medikamenten aus dem Internet geben", mahnt Apotheker Martin Korsatko. Die Scham, psychisch krank zu sein, führe oft zu Online-Bestellungen, bei denen man nicht wisse, was man bekomme.

Wie kann ich ein Burn-out verhindern?

Beruf, Familie und Zeit für sich selbst: Diese drei Bereiche müssen in Balance sein, Burn-out-Patienten investieren zu viel Energie in die Arbeit, bis die Batterien leer sind. Um vorzusorgen, braucht es die klare Trennung zwischen Freizeit und Arbeit.

Lob als Gegenmittel

"Um psychisch gesund zu bleiben, braucht es die richtige Work-Life-Balance", sagt Bayer, und meint die Balance zwischen Arbeitszeit, Zeit für sich, Zeit für die Familie. Auch Firmen seien zur Vorsorge gefordert - mit Pausenmöglichkeit, Ruhezonen und, ganz banal, Lob für gute Arbeit.

Kommentare (1)

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walter1955
12
4
Lesenswert?

hoffentlich liest diesen bericht

der hr.hermann u.die filzlaus

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