Im Alltag. Angst hat durchaus ihre guten Seiten. "Ängste sind ein unverzichtbarer Schutzfaktor im Leben. Wären wir nicht angstfähig, wären wir ständig in großer Gefahr", sagt der Psychiater Michael Lehofer.
Krankhafte Angst. Der Unterschied zwischen einer alltäglichen Angst und einer psychiatrischen Angststörung ist folgender: "Die natürliche Angstfähigkeit ist gestört." Wir unterscheiden also zwischen normalem und krankhaftem Auftreten. "Dessen Indiz ist jenes, das sie meist entkoppelt von einer realen Bedrohung auftritt", betont der Psychiater Josef Marksteiner. Angststörungen äußern sich in vielen Krankheitsbildern, wie etwa:
Phobie. "Dabei handelt es sich um sehr konkrete Ängste", sagt Lehofer und nennt etwa Höhenangst, Spinnen-, Schlangen- oder Flugangst als Beispiele.
Generalisierte Angsstörung. Im Gegensatz zu Phobien "Man fürchtet an sich eigentlich vor allem und lebt in ständiger Angst und Sorge", erklärt Marksteiner.
Panikstörung. Sie überfällt Patienten in Attacken. "Meist wie ein Blitz aus heiterem Himmel."
Zwangsstörung. "Man kann sie als Vermeidung von Angst verstehen", sagt Lehofer.
Somatoforme Störung. Körperliche Symptome, bei denen die medizinische Diagnostik zu keinem Schluss kommt.
Depression, inklusive. 50 bis 70 Prozent der Betroffenen leiden zusätzlich an Depressionen.