Der unbändige Kinderwunsch der Pachners ist so alt wie ein ausgewachsener Teenager - einer, der vielleicht gerade den Führerschein abgeholt hätte oder vor den kniffligen Aufgaben bei der Mathe-Matura zittern würde. Einer, der vielleicht gerade jetzt im Moment schwerstens verknallt wäre oder schrecklichen Liebeskummer hätte, weil die erste echte Beziehung, all die Nähe und Zärtlichkeit, urplötzlich wie eine Seifenblase zerplatzt ist.

10 bis 15 % ungewollt kinderlos. Stopp. Nicht jeder Kinderwunsch endet mit einem Happy-End a la Hollywood. 18 Jahre. Also 216 Monate. So lange hat sich der Wunsch des Ehepaars Pachner nach einem Baby nicht erfüllt. Sie sind kein Einzelfall, etwa zehn bis 15 Prozent aller Paare in Österreich geht es ebenso.

Mutterglück. "Vor 15 Jahren haben wir aufgehört, den Wunsch ad acta gelegt, uns in Arbeit gestürzt, nicht mehr darüber gesprochen", sagt Petra Pachner. So richtig aufgehört hat die Sehnsucht nie, nach dem Glucksen im Gitterbett, nach dem Geruch von Baby-Öl, sogar nach Schreikrämpfen und Windelwechseln - nach Mutterglück eben. Die gute Nachricht: Seit 16 Monaten ist das Wünschen überflüssig. Völlig überflüssig. Der Grund ist sieben Monate alt und heißt Sandra. Sandra ist die gemeinsame Tochter. Sandra ist ein putzmunteres Mädchen, wenn sie nicht wie jetzt gerade in ihrem rosa Strampelanzug mit den tiefseeblauen Äuglein rollt, bevor die langen Wimpern langsam die Lider schließen.