Der Engpass beim Gürtelrose-Impfstoff dürfte demnächst gelindert werden. Bis Anfang April sollen 250.000 zusätzliche Dosen des Herpes-Zoster-Impfstoffs in ganz Österreich bereitgestellt werden, kündigte das Gesundheitsministerium am Montag an. Seit vergangener Woche würden niedergelassene, impfende Einrichtungen den Impfstoff wieder über den e-Impfshop der Bundesbeschaffung GmbH (BBG) bestellen können. Eine entsprechende Information sei bereits an die Ärztekammern ergangen.

„Die Nachfrage nach der Gürtelrose-Impfung ist seit dem Start des kostenlosen Programms enorm hoch. Das zeigt, wie groß das Interesse an Prävention ist“, betonte Gesundheitsstaatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ). Man bestelle laufend nach, sei aber von den verfügbaren Produktionsmengen abhängig. Aber: „Wer eine Impfung möchte, bekommt sie.“ Die Nachfrage ist nicht nur wegen der hohen Krankheitslast derart hoch – die Gürtelrose kann enorme Schmerzen verursachen –, sondern auch wegen der hohen Kosten: zwei Dosen kosten rund 500 Euro. Durch die Aufnahme ins kostenfreie Impfprogramm sparen sich diese Impfwillige seit November 2025. Wir haben über die Engpässe mehrfach berichtet – zuletzt hier.

Zeitlicher Puffer für zweite Teilimpfung

Die Staatssekretärin versicherte auch, dass für die erforderliche zweite Dosis ausreichend zeitlicher Spielraum bestehe: „Sie wird üblicherweise nach etwa sechs Monaten verabreicht, kann aber auch deutlich später erfolgen“, hieß es. Pro impfender Einrichtung gibt es zu Beginn eine garantierte Bestellmenge, damit möglichst viele Einrichtungen den Stich anbieten können. Unter diese Kategorie fallen alle niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte, Ambulatorien, Arbeitsmedizinerinnen und -mediziner, arbeitsmedizinische Zentren sowie Krankenhäuser, Reha- und Kuranstalten. Diese garantierten Mengen stehen etwa eine Woche im e-Impfshop zur Verfügung. Danach werden – sofern noch Mengen vorhanden sind – weitere Kontingente mit Bestelllimits freigegeben.

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Seit dem Start des erweiterten öffentlichen Impfprogramms im November 2025 – ab 60 bzw. ab 18, wenn man ein erhöhtes Risiko für bestimmte Erkrankungen hat, ist die Impfung gratis – wurden laut Gesundheitsministerium rund 400.000 Dosen des Gürtelrose-Stichs sowie rund 400.000 Dosen der Pneumokokken-Impfung in ganz Österreich bereitgestellt. Der Großteil dieser Vakzine sei bereits ausgeliefert und verimpft worden. Die nächsten größeren Lieferungen von Gürtelrose-Impfstoffen sind spätestens im Sommer vorgesehen.