Als sie das erste Mal Kopfschmerzen erlebte, war Friederike Huber gerade erst in der Volksschule. Der Kopfschmerz – die Diagnose Migräne erfolgte erst viel später – begleitet die heute 47-Jährige also bereits ihr ganzes Leben lang. Schon damals, im Schulalter, wurden die Kopfschmerzen nicht wirklich ernst genommen, Huber wurde als Schulverweigerin abgestempelt. Eine fatale Fehleinschätzung, die nicht nur Huber bis heute begleiten soll: Noch immer kämpfen Migräne-Patientinnen damit, dass ihre Krankheit und ihre Symptome nicht ernst genommen werden. „Das bisschen Kopfweh“, „geh halt an die frische Luft“, sind Sätze, die auch Huber nur zu gut kennt. Und diese Wahrnehmung in der Gesellschaft ist es auch, die das Leben mit der belastenden Erkrankung Migräne noch weiter erschwert.
Migräne
Betroffene berichtet: „Die Krankheit macht dich zur Außenseiterin“
Friederike Huber* leidet seit ihrer Jugend an Migräne: Wie die Erkrankung ihren Alltag beeinträchtigt und wie sie dennoch gelernt hat, mit den Schmerztagen zu leben.
© Helmuth Weichselbraun