Die Diagnose. Die Diagnose Krebs beim eigenen Kind ist eines der schlimmsten Szenarien, das sich Eltern vorstellen können. „Wir sind bei jedem Kind emotional mitbetroffen – das beginnt bei der Diagnose und endet, hoffentlich, wenn die Kinder geheilt entlassen werden.“ So beschreibt Martin Benesch, Leiter der Abteilung für pädiatrische Hämato-Onkologie am LKH-Uniklinikum Graz, die emotionalen Herausforderungen der Arbeit mit krebskranken Kindern. So dramatisch die Situation ist, in den vielen Gesprächen mit betroffenen Familien geht es für Benesch immer darum, die Wahrheit zu sagen: „Ja, wir verwenden das Wort Krebs und wir erklären auch unseren Patienten selbst, welche Erkrankung sie haben.“ Nur so sei ein gemeinsamer Weg möglich.