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Die PionierinWo die Positive Psychologie schon jetzt in der Schule hilft

Eine Grazer Lehrerin hat mit zwei Psychologen ein Konzept zur Lehrerfortbildung erarbeitet, das sich auf die Erfahrungen mit der Positiven Psychologie an Schulen stützt.

Andrea Tekautz liegt ein stärkenbasierter Umgang mit den Schülern am Herzen © Privat
 

Andrea Tekautz (50) unterrichtet an einer Grazer HAK unter anderem "Persönlichkeitsbildung und soziale Kompetenz". Aus ihren Erfahrungen in der Schule mit der Positiven Psychologie heraus, regte sie den neuen Lehrgang an: "Ich arbeite viel mit Motivation und Stärken stärken statt den Leistungsgedanken und die Noten in den Vordergrund zu stellen. Viele Schüler kennen ihre Stärken nicht und sind immer darum bemüht, ihre vermeintlichen Schwächen auszubessern. Ich wollte für die Lehrer etwas auf die Beine stellen, damit ein positives Klima im Klassenzimmer entsteht."

Jedes Jahr werden für die ersten Klassen Outdoortage organisiert, damit sich die Klassengemeinschaften kennenlernen können. Es gibt in der Schule Mediationsteams und Peergruppen – speziell im Konfliktmanagement geschulte Schüler, die fixe Ansprechpartner sind, wenn es Konflikte gibt. "Früher wurde mit Noten Angst erzeugt, heute versuchen wir motivierend einzuwirken und auch einzusehen, dass nicht immer der Schüler allein schuld ist, wenn er schlechte Noten schreibt, sondern dass es ein System ist, wo auch der Lehrer eine Rolle spielt.", berichtet die Lehrerin von der neuen Haltung. "Das Klima in den Klassen ist besser, man kann alles ansprechen und man hat auch Ansprechpartner, wo man mit seinen Problemen hingehen kann", ist Tekautz vom Konzept überzeugt.

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