Frau Uhl-Hädicke, wie viel Psychologie steckt in der Klimakrise?
Isabella Uhl-Hädicke:
Sehr viel. Die Psychologie beschäftigt sich als Wissenschaft ja damit, warum wir Menschen so handeln, wie wir handeln. Und das ist höchst relevant für die Klimakrise. Nur leider ist die Psychologie bei dem Thema in der Öffentlichkeit gar nicht so präsent, weil meist Meteorologinnen und Meteorologen oder Klimaforscherinnen und Klimaforscher zu Wort kommen. Das ist natürlich extrem wichtig, aber der menschliche Aspekt kommt zu kurz. Die Frage müsste lauten: Wie erreichen wir die Menschen? Wie schaffen wir es, die Diskrepanz zwischen Wissen und Handeln zu schließen?