Die Selbstablesung bei Fernwärmeheizungen wird im Zug der Corona-Pandemie ermöglicht, um Ableser und Wohnungsnutzer zu schützen. Zur Ermittlung des jährlichen Verbrauchs über Heizkostenverteiler müssen nämlich üblicherweise nach wie vor Wohnungen betreten werden.

Damit die Ablesung von Heizkostenverteilern ("Verdunstern") statt durch Ablesefirmen auch im Wege einer Selbstablesung durch den Wärmeabnehmer erfolgen kann, soll das Heizkostenabrechnungsgesetz geändert werden. Das von den Regierungsparteien vorgeschlagene 15. Covid-19-Gesetz (438/A) ist laut Parlamentskorrespondenz dementsprechend der Verbrauchserfassung von Heizkosten gewidmet. Die Gesetzesnovelle wurde gestern eingebracht, soll kommende Woche beschlossen werden und müsse dann noch in den Bundesrat.

Die Selbstablesung durch die Wohnungsbenutzer kann beispielsweise mittels Foto oder Übermittelung der Daten an das Ableseunternehmen durchgeführt werden, wie es aus dem Wirtschaftsministerium zur APA heißt. Sollten in Ausnahmefällen Nutzer die Selbstablesung nicht durchführen oder nicht durchführen können, sei eine Hochrechnung möglich. 

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