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Flughafen SkiathosWenn Selfies wichtiger als die Sicherheit sind

Skiathos ist zweifelsohne ein Urlaubsparadies. Doch ausgerechnet der Flughafen wird zum Touristenmagnet, obwohl es dort gefährlich ist.

An Flughäfen sind nicht alle Gefahren sichtbar - Windströme zum Beispiel. © (c) thegoran - stock.adobe.com
 

Heutzutage dienen Urlaube nicht mehr nur zum Entspannen - für viele sind die Reisen zur Jagdsaison nach dem perfekten Foto geworden. Verständlich, hat man doch auch schon vor Instagram und Co gerne mit den Urlaubs-Schnappschüssen angegeben. Wie gefährlich es eines Tages sein wird, diese zu machen, ahnte damals allerdings niemand. Auch nicht, dass manche Leute für das “perfekte Selfie” ihr Leben lassen würden.

So kam es auch, dass auf der paradiesischen griechischen Insel Skiathos ausgerechnet der Flughafen zum Touristenziel Nummer Eins wurde und nicht die traumhaften weißen Strände. Der Flughafen Alexandros Papadiamantis auf der Insel Skiathos hat eine 1628 Meter lange Landebahn, die fast direkt an der Küste ansetzt. Für Landebahnen ist das extrem kurz. Instagram-Begeisterte pilgern zu dem kleinen Strandstück, um sich mit einem Flugzeug nur einige Meter über ihren Köpfen abzulichten. Auf Instagram kann man eine große Auswahl dieser Schnappschüsse betrachten.

Das perfekte Foto zu ergattern ist aber auch hier nicht gerade ungefährlich. Weil die Landebahn so kurz ist, müssen die Flugzeuge sehr tief fliegen. Bei Start und Landung entstehen heftige Winde und manchmal auch eine Sogwirkung, die für Schaulustige in der Nähe riskant werden können. Warnschilder, die auf genau das hinweisen, scheinen die Touristen nicht zu beeindrucken.

Vor kurzem veröffentlichte der Youtube-Kanal Cargospotter ein Video mit dem Namen “Lowest landing ever?” (Tiefster Landeanflug aller Zeiten?). Zu sehen ist eine British Airways Maschine im Anflug auf Skiathos und einige Selfie-Jäger, die von dieser verblasen werden.

Verletzte sind in diesem Video zum Glück nicht zu beklagen. Die britische Sun allerdings berichtet, dass Ende vergangenen Jahres ein 12-jähriger Brite rund zehn Meter durch die Luft geschleudert wurde, als ein Airbus vom Typ A320 zum Abheben am Flughafen Skiathos beschleunigte. Lebensrettend in dem Fall war eine vergleichsweise sanfte Landung im Sand und nicht auf den Steinen daneben. Das Kind wurde schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht.

Ein ähnlich gefährlicher Flughafen liegt auf der Karibikinsel St. Martin. 2017 erlangte er traurige Berühmtheit, als eine Neuseeländerin vom Windstrahl eines startenden Flugzeugs erfasst wurde und mit dem Kopf auf Beton aufschlug. Der Unfall endete tödlich.

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