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VKI-TestWie schädlich Grilltassen aus Aluminium wirklich sind

Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) testete verschiedene Methoden beim Grillen mit Holzkohle und fand heraus, was bei der Verwendung verschiedener Grilltassen mit dem Grillgut passiert. Wie gesund Gegrilltes von der Tasse wirklich ist.

Überraschung: Alu-Grilltassen sind kein Anschlag auf die Gesundheit © (c) JackStock - stock.adobe.com (Joern Rynio)
 

Von Terrassen und Balkonen steigt Rauch auf, verführerische Düfte wehen einem um die Nase. Doch lesen wir nicht immer wieder davon, wie gesundheitsschädlich die Grillerei ist? Von krebserregenden polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen und vom Aluminium, das sich aus Grilltassen lösen soll?

Die Konsumentenschützer des VKI wollten es genau wissen, und grillten zum Vergleich Fleisch einmal direkt, also ohne Unterlage, auf dem Rost und legten Grillgut danach auf diverse Tassen. „Zunächst platzierten wir das Grillgut einmal direkt über den glühenden Kohlebriketts, ein anderes Mal wurde es so aufgelegt, dass sich direkt darunter keine Kohle befand“, erzählen die VKI-Profis in der Juni-Ausgabe der Zeitschrift „Konsument“. Damit alles fachmännisch vonstatten geht, holte man sich mit Grillmeister Andreas Franz einen ausgewiesenen Experten ins Haus. Einen ganzen Tag lang legte der österreichische Grill- und BBQ-Staatsmeister auf der VKI-Terrasse Bio-Zucchini und Schweinskoteletts vom Karree auf den Rost. Unmittelbar nach dem Grillen wurden Fleisch und Gemüse ins Labor geschickt und auf Schadstoffe analysiert.

PAK-Verbindungen und Aluminium

Das Resultat: Im Fleisch, das direkt über der Kohle auf dem Rost gegrillt wurde, waren PAK-Verbindungen zu finden, die als für den Menschen potenziell erbgutverändernd und krebsauslösend einzustufen sind.
Eine echte Überraschung war das Ergebnis des Tests  diverser Grilltassen, bei dem das Grillgut danach wieder ins Labor ging: Es waren nicht (wie eigentlich erwartet) die Einweg-Aluminiumtassen, die für eine erhöhte Belastung mit dem Leichtmetall sorgten, sondern die Emailtasse von Riess und die Edelstahlunterlage von Weber. Das in Email gegrillte Kotelett sowie die auf Edelstahl zubereiteten Zucchini wiesen nach dem Grillen einen höheren Aluminiumgehalt auf als im Rohzustand. „Ebenfalls einen leicht erhöhten Aluminiumwert fanden wir im Gemüse, das auf dem Rost – und zwar direkt über der Kohle – gegrillt worden war. Die Aluminiumtassen erwiesen sich hingegen als unproblematisch. Weder im Fleisch noch im Gemüse stießen wir auf erhöhte Werte,“ heißt es beim VKI. Dass der Einsatz von Aluminium-Tassen ökologisch nicht vertretbar ist, ist freilich ein anderes Thema.

 

 

Kommentare (6)

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hadi1879
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kann es selber nicht nachvollziehen ...

wie kann es sein, dass Edelstahl und Stahlroste mehr ALU-Verbindungen aufweisen als eine reine ALU-Tasse auf dem das Grillgut zu 100% drauf liegt?!?

Um eine plausible Erklärung würde ich mich freuen - danke!

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SagServus
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Ebenfalls einen leicht erhöhten Aluminiumwert fanden wir im Gemüse, das auf dem Rost – und zwar direkt über der Kohle – gegrillt worden war.

Wie kann Aluminium von einem Stahlrost (zumindest ich kenne keine Alumiumroste bei einem Kohlegrill) ins Grillgut gelangen?

Und wie hat der VKI getestet? Für jedes Grillgut eine neue Tasse?
Der VKI sollte mal testen wie Alutassen sich auf das Grillgut auswirken wenn man eine(!) Alutasse für die gesamte Grillsession verwendet.

Ich wette, dass da am Ende mehr PAK-Verbindungen zu finden sind wie wenn man ohne grillt.

Und um etwas die Paranoia zu nehmen: So viel Grillfleisch kann eine Person auf einmal gar nicht essen, dass diese PAK Verbindungen das Erbgut wirklich verändern oder Krebs auslösen.

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spvbernd
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Al-Verbindung

Zur Info: Bei (fast) jedem Stahl ist Aluminium für die Alterungsbeständigkeit zulegiert.

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SagServus
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Bei (fast) jedem Stahl ist Aluminium für die Alterungsbeständigkeit zulegiert.

Welcher Stahl soll das denn bitte sein?

Eigentlich ists genau umgekehrt. Für Edelstähle versucht man Aluminiumanteile rauszubekommen.

Nur für einen Spezialstahl verwendet man Aluminium. Und ich bezweifle, dass dieser für Grillroste verwendet wird.

Billige Grillroste (also wohl die Masse) sind ausserdem normale verzinkte Stahlroste. Merkt man daran, dass die ziemlich schnell zu rosten anfangen wenn mal Zinkschicht "abgeputzt" ist.

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styrianprawda
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Warum?

Mich würde jetzt interessieren, warum der Al-Gehalt höher ist, obwohl kein Kontakt mit Al vorhanden war.

Wie kommt das Al ins Grillgut, wenn es direkt am Rost (der aus verchromtem Stahl besteht) oder in aus Edelstahl bestehenden bzw. emaillierten Tassen gegart wird?

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brosinor
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Wurscht!

Des is uns wurscht!
Mir lassn uns unser Fressifressi net schiach redn!

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