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Umfrage zeigt Jobanzeigen: Langweilige Fotos schrecken Bewerber ab

Aktuelle Umfrage zeigt: Drei Viertel aller Befragten bevorzugen charakteristisches Foto in der Stellenanzeige.

© N-Media-Images - Fotolia
 

Wer sich je durch zig Stellenanzeigen mit den immer gleichen gestellten Bildern gequält hat, kann endlich aufatmen: Eine aktuelle Studie von StepStone Österreich und der Marktforschungsagentur MindTake zeigt, dass konventionelle Stock-Fotos in Stellenanzeigen ausgedient haben. Mehr als drei Viertel aller Befragten (82,3%) bevorzugen demnach ein Bild, das spezifisch für den gesuchten Job steht. Knapp zwei Drittel (63,9%) aller Studienteilnehmer geben an, dass ihnen ein jobspezifisches Foto einen besseren Eindruck über die Stelle vermittelt als ein allgemeines Bild.

Langweilige Fotos schrecken Bewerber ab

"Wir sind mittlerweile rund um die Uhr von professionell
aufgemachtem Content umgeben", sagt Rudi Bauer, Geschäftsführer von
StepStone Österreich. "Um in der Masse an Stellenanzeigen
aufzufallen, müssen sich Arbeitgeber endlich von glatt gebügelten
Unternehmenspräsentationen verabschieden. Ein nichtssagendes
Auftreten wird von immer mehr Bewerbern abgestraft."

Millennials: Typologie der Millennials

Der Hipennial.
• weiblich dominiert
• geringes Einkommen (studiert oft noch)
• sehr bedachter Konsument
• wissbegierig
• nutzt soziale Medien,postet aber selbst nicht viel

(c) Lumina Images - stock.adobe.com (Lumina Images)

Millennial-Mutter.
• schon etwas älter
• gutes Einkommen
• sehr familienorientiert
• wissbegierig
• ist online sehr aktiv
• betreibt Sport
• sehr sozial
• reist gerne
• verwöhnt ihr Kind

(c) Getty Images/iStockphoto (Choreograph)

Der Klassische.
• schon älter
• trifft sich zum Kaffee und nicht im Chat
• liest Bücher
• ist kaum online
• unabhängig
• selbstbewusst
• karitativ engagiert

(c) Impact Photography - stock.adobe.com

Der Gadget-Guru.
• männlich dominiert
• oftmals single
• überdurchschnittlich hohes Einkommen
• erfolgreich
• selbstbewusst
• aktiv in sozialen Medien
• besitzt alle technischen Spielereien

(c) alphaspirit - Fotolia

Der Anti-Millennial.
• eher weiblich
• konservativ und ortsgebunden
• fühlt sich zu Hause bei der Familie am wohlsten
• gibt nicht mehr Geld für ökologisch wertvolle oder nachhaltige Produkte aus

(c) Monkey Business - Fotolia (Monkey Business Images)

Der grüne Millennial.
• männlich dominiert
• Vollzeitstudent
• gesunder und nachhaltiger Lebensstil
• ist in den sozialen Medien sehr aktiv
• meist handelt es sich um anlassbezogenen Content (Umwelt- oder Tierschutz)

(c) Robert Kneschke - Fotolia (Robert Kneschke)
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Das zeigt auch die aktuelle Studie: Nur 15% aller Befragten geben an, dass eine Stellenanzeige im klassischen Design und mit unspezifischer
Bildgestaltung sie zu einer Bewerbung motivieren würde.

Jobinserate müssen Design an mobile User anpassen

Auch Design und Layout von Stellenanzeigen müssen sich an moderne
Nutzergewohnheiten anpassen: Mittlerweile nutzen zwei Drittel (64,8%)
aller Österreicher das Smartphone, um auf Jobsuche zu gehen. Vor
allem für Menschen zwischen 18 und 29 ist das Handy der wichtigste
Begleiter bei der Suche nach einer neuen Stelle, zeigt die Studie:
74,6% von ihnen nutzen das Smartphone zur Jobsuche, aber nur knapp
die Hälfte (55,1%) aller Befragten über 40.

"Stellenanzeigen müssen sich optimal an mobile Endgeräte
anpassen", sagt Rudi Bauer. "Wer heute noch starre, unflexible
Jobinserate online hat, verliert ganz schnell gerade bei jungen
Nachwuchstalenten."

Stehen zwei oder mehrere Jobangebote zur Auswahl, orientieren sich
Bewerber nach wie vor an klassischen Kriterien, zeigt die
StepStone-Studie: Nach fachlichen Anforderungen haben vor allem mit
der Stelle verbundene Aufgaben, Gehaltsangaben und die
Beschäftigungszeit Einfluss darauf, ob sich Kandidaten für einen Job
bewerben. Weniger wichtig: Videos und Bilder, die Einblick in das
Unternehmen geben. "Die 'hard facts' sind Kandidaten auch in Zeiten
von Instagram und YouTube wichtig", sagt Rudi Bauer. Entspricht etwa
die Gehaltsangabe nicht ihren Vorstellungen, würden 68% aller
Bewerbung von einer Bewerbung absehen.

"Bewerber wollen echte Menschen sehen"

Bauer rät Unternehmen, vor allem auf professionell aufgemachten
Content zu setzen: "Identische Unternehmensvideos und -bilder, die
moderne Großraumbüros, den obligatorischen Café Latte und ein
High-Five von zwei Top-Performern zeigen, werden von Kandidaten
längst als das entlarvt, was sie sind - hübsch aufgemachte
Werbevideos. Unsere Studie zeigt, dass Kandidaten Ehrlichkeit
schätzen, auch und gerade im Jobinserat. Charakteristische Bilder,
die echte Menschen direkt bei der Arbeit zeigen, sind für Bewerber
weitaus interessanter als Hochglanzbroschüren aus der
Marketingabteilung."

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