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Steigende Reiselust Österreicher machen im Jahr 7,7 Millionen Sommerurlaubsreisen

Eine Reise, die ist lustig, eine Reise die ist schön. Das sehen auch die Österreicher so. Die Zahl der Sommerurlaube stieg in den letzten zehn Jahren von 6,8 auf 7,7 Mio. Fast die Hälfte der Reisenden macht Urlaub in Österreich.

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Die Reiselust der Österreicher hat sich seit 2009 spürbar gesteigert. In den vergangenen zehn Jahren erhöhte sich die Zahl der Sommerurlaubsreisen (zwischen Juli und September) laut Statistik Austria um fast 14 Prozent auf 7,7 Millionen. "Der Wunsch nach Reisen ist ungebrochen hoch", stellte der Präsident des Österreichischen Reise Verbands (ÖRV), Josef Peterleithner, vor Journalisten in Wien fest. "Es werden mehr Sommer- als Winterurlaube unternommen", ergänzte der Tourismusexperte der Statistik Austria, Peter Laimer. Ein Fünftel der Reisen werde per Flugzeug durchgeführt. Österreich ist das beliebteste Reiseziel: Heuer im Sommer seien 45,6 Prozent aller Urlaubsreisen im Inland verbracht worden - der Anteil war allerdings vor zehn Jahren um 2,2 Prozentpunkte größer. DieAnzahl der Inlandsreisen stieg seit 2009 um 8,3 Prozent auf 3,5 Millionen.

Es werden mehr Sommer- als Winterurlaube unternommen.

Peter Laimer (Tourismusexperte der Statistik Austria)

Bei den Auslandsreisen gab es in den vergangenen zehn Jahren einen wesentlich kräftigeren Zuwachs von 18,5 Prozent - von 3,5 auf 4,2 Millionen. 2018 hatte der Großteil dieser Reisen im Sommer Italien (21,2 Prozent) als Ziel, gefolgt von Kroatien (18,4 Prozent), Deutschland (11,3 Prozent), Spanien (6,1 Prozent) und Griechenland (5,7 Prozent). Auf Fernreisen entfiel lediglich ein Anteil 5,6 Prozent. Weiter entfernt liegende Destinationen (außerhalb Europas) sind im Winter stärker gebucht als im Sommer. Heuer im Sommer wurden die Urlaubsreisen meist privat organisiert (71,4 Prozent) - ohne Unterstützung eines Reisebüros bzw. Reiseveranstalters. Dieser Anteil war allerdings vor zehn Jahren noch höher (80 Prozent). Rund die Hälfte (49,4 Prozent) der Sommerurlaubsreisen wurde 2018 zumindest in Teilen online gebucht.

Billigfluglinien als Grundpfeiler

Die zunehmende Reisefreudigkeit der Österreicher verdeutlicht auch ein Langzeitvergleich: In den vergangenen 50 Jahren (von 1969 bis 2017) hat sich die Zahl aller Haupturlaubsreisen (mit mehr als vier Übernachtungen, Anm.) von 2,4 auf 9,6 Millionen vervierfacht - das Reisevolumen im Inland hat sich dabei von 1,3 auf 3,1 Millionen mehr als verdoppelt, die Anzahl der Auslandsreisen von 1,1 auf 6,5 Millionen versechsfacht, wie aus einer aktuellen Erhebung der Statistik Austria hervorgeht. Vor allem Mitte der Neunzigerjahre sorgte das verstärkte Aufkommen von Billigfluglinien für einen massiven Aufschwung bei den Auslandsurlauben. 2006 sei der Höhepunkt erreicht worden - "seit 2008 stagniert das auf recht hohem Niveau", berichtete Rebecka Wurian von der Statistik Austria.

Ein Viertel der Österreicher bleibt Zuhause

Der Anteil der Sommerurlaubsreisen verringerte sich seit 1969 von 71,2 auf 45 Prozent (2017). "Es wird zunehmend das ganze Jahr zur Reisezeit", betonte die Statistikerin. Reisen im Winter und in der Nebensaison gewinne an Bedeutung.

Allerdings gibt es auch einen großen Anteil an Menschen, die gar keinen Urlaub machen: "Rund ein Viertel der österreichischen Bevölkerung (23,4 Prozent) hat 2017 keine Haupturlaubsreise unternommen", so Wurian. "Der Anteil ist recht stabil - 1,7 Millionen Österreicher verreisen nicht." 27,5 Prozent davon gaben an, einfach "lieber zuhause" zu bleiben, ebenso viele (27,4 Prozent) blieben aus gesundheitlichen Gründen wie etwa eingeschränkter Mobilität daheim, ein Fünftel (20,7 Prozent) hatte aus beruflichen Gründen keine Zeit, 18,3 Prozent konnten/wollten sich keine Urlaubsreise leisten, 16,5 Prozent waren aus familiären Gründen zeitlich verhindert und 2,9 Prozent hatten Sicherheitsbedenken, also Angst vor Terroranschlägen oder Naturkatastrophen wie Hurrikans und Erdbeben.

Basis der Erhebung sind Telefoninterviews - pro Erhebungsjahr wurden 14.000 Personen von derStatistik Austria repräsentativ befragt.

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