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Der Gewinner steht festCoca-Cola bekommt Preis für die dreisteste Werbelüge

Der Preis für die Mogelpackung des Jahres geht heuer an Coca-Cola. Bei der Online-Abstimmung der Verbraucherschutzorganisation Foodwatch hatten sich fast 70.000 Menschen beteiligt.

© APA (AFP)
 

Der von Foodwatch verliehene "Goldene Windbeutel" für die dreisteste Werbelüge geht heuer an Coca-Cola. Wie die deutsche Verbraucherschutzorganisation am Dienstag mitteilte, kürten die Teilnehmer der Aktion das "Smartwater" des Getränkekonzerns zum Gewinner des Negativpreises. Foodwatch kritisiert, dass das Wasser "nicht besser als herkömmliches Mineralwasser" sei, jedoch bis zu sieben Mal teurer.

An der Online-Abstimmung von Foodwatch hatten sich fast 70.000 Menschen beteiligt. Das "Smartwater" erhielt mehr als 21.000 Stimmen. Die Verbraucher konnten neben dem Coca-Cola-Produkt auch ein Olivenöl wählen, das mit großen Oliven auf dem Etikett wirbt, aber zu 49 Prozent aus Sonnenblumenöl besteht. Außerdem standen ein Erbseneintopf, ein Ketchup für Kinder sowie ein Müsliriegel auf der Liste.

Goldener Windbeutel: Die dreisteste Werbelüge: Das sind die Nominierten

Tomato Ketchup Kids von Heinz. (28,1 Prozent)
Ein Ketchup für Kinder, das bis zu 40 Prozent mehr als das  das exakt gleiche Produkt für Erwachsene kostet.

Foodwatch

Corny Milch von Schwartau. (15,6 Prozent)
Gesunde Zwischenmahlzeit? Von wegen! Das Werbeversprechen hält nicht, was es verspricht. "Das Produkt besteht eigentlich zur Hälfte aus Zucker und Fett", so Foodwatch.

Foodwatch

Bratöl Olive von Dennree. (13,5 Prozent)
Wenn das Olivenöl zur Hälfte aus Sonnenblumenöl besteht: Nur 51 Prozent dieses Produktes sind Olivenöl.

Foodwatch

Erbsen Eintopf Gut und Günstig von Edeka. (12,3 Prozent)
Zwar steht auf der Packung "Garantiert ohne: geschmacksverstärkende Zusatzstoffe und Farbstoffe". Aber auf der Zutatenliste wird das Gegenteil aufgezeigt. Dort sind zehn Zusatzstoffe vermerkt.

Foodwatch

Glacéau Smartwater von Coca-Cola (30,5 Prozent)
Das ist der Gewinner!
Nach Angaben von Foodwatch wird beim "Smartwater" Wasser erst verdampft und dann wieder aufgefangen. Verlorene Mineralstoffe würden später wieder hinzugefügt. Im Handel koste der Liter 1,65 Euro und damit bis zu siebenmal mehr als herkömmliches Mineralwasser.

Foodwatch
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Nach Angaben von Foodwatch wird beim "Smartwater" Wasser erst verdampft und dann wieder aufgefangen. Verlorene Mineralstoffe würden später wieder hinzugefügt. Im Handel koste der Liter 1,65 Euro und damit bis zu siebenmal mehr als herkömmliches Mineralwasser. Coca-Cola ziehe den Verbrauchern mit einem Bearbeitungsverfahren das "Geld aus der Tasche", das wissenschaftlich klinge, aber völlig unsinnig sei, kritisierte die Organisation.

Preis widerfährt Ablehnung

Coca-Cola bezeichnete die Auszeichnung hingegen als "nicht gerechtfertigt" und kündigte an, den "Goldenen Windbeutel" nicht anzunehmen. "Die Deklaration und Kennzeichnung des Wassers sind transparent und entsprechen den lebensmittelrechtlichen Regelungen", sagte eine Sprecherin. Sämtliche Aussagen zum Getränk und seinen Inhaltsstoffen seien "selbstverständlich zugelassen". Grundsätzlich seien unterschiedliche Preise für Produkte nicht nur in der Lebensmittelindustrie gang und gäbe.

Foodwatch will den Preis am Dienstagvormittag bei der Firmenzentrale von Coca-Cola in Berlin überreichen. Die Organisation verleiht den "Goldenen Windbeutel" in diesem Jahr bereits zum achten Mal. Im vergangenen Jahr ging er an einen Kinderkeks von Alete wegen seines hohen Zuckergehalts.

 

Kommentare (5)

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SoundofThunder
12
6
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Der Gewinner steht fest?

12-14 Milliarden Euro Steuerreform. Verpflichtende Volksabstimmung über CETA. Direkte Demokratie.

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wollanig
2
24
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Klar dass ein so hoher Preis verlangt wird.

Ansonsten würde man mehr kaufen und so smart werden, dass man erkennt, dass es zu teuer ist.

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Elli123
8
33
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Smartwater

soll so gesund sein wie Globuli, die auch ein spezielles Verfahren durchlaufen....

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büffel
1
77
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Und weiter?

Ich habe vollstes Verständnis mit dem Konzern. Er wäre schön blöd, würde er nicht den Preis für eine Flasche Wasser verlangen, wenn er auch gezahlt wird.
Niemand ist verpflichtet, so etwas (Bezeichnung finde ich keine) zu kaufen. Man kann noch immer unser Wasser direkt vom Wasserhahn trinken oder, wenn es denn schon sein muß, auf rel. günstige Alternativen ausweichen.
Ich denke mal, dieses Thema fällt unter den Begriff "Eigenverantwortung" und den größten Teil der Mitschuld trägt hier der Konsument.

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NLoSt
4
2
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Ja mei

Dass ein Bratöl aller wegen der Rauchtemperatur kein reines Olivenöl sein wird liegt auf der Hand, der Rest der Top5 ist mehr oder weniger I-Tüpfel-Reiterei.

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