SparChristoph Holzer: "Jeden Ratschlag aufnehmen"

Dieses Mal in der Business Lounge: Christoph Holzer, Geschäftsführer Spar Steiermark und Südburgenland.

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Von welchem Beruf haben Sie als Kind geträumt?
Ich wollte Förster werden.

Was haben die Lehrer über Sie gesagt?
Als Kind war ich in der Kategorie „lieber Bub“ eingeordnet. Was einige meiner Lehrer über mich in der Pubertät gesagt haben, möchte ich lieber nicht wissen.

Auf welche außerschulische Leistung sind Sie heute stolz?
Dass ich nicht nur mein Studium gemacht habe, sondern auch eine Lehre als Maschinenschlosser.

Wer hat Sie am meisten gefördert?
Meine Eltern und mein erster Chef, Bereichsleiter und Geschäftsführer bei der Spar-Zentrale in St. Pölten.

Zur Person

Christoph Holzer ist Geschäftsführer Spar Steiermark und Südburgenland. Der gebürtige Grazer absolvierte das Studium der Rechtswissenschaften und hat einen Lehrabschluss als Maschinenschlosser.
Stationen: 1995 Trainee Spar-Zentrale St. Pölten, 1999 Stv. Geschäftsführer, 2006 Geschäftsführer Zentrale Wörgl, seit 2012 Geschäftsführer Zentrale Graz.

Wo haben Sie das Führen gelernt?
Sehr viel habe ich von Mag. Fritz Seher, Geschäftsführer in St. Pölten, gelernt. Stark in Erinnerung ist mir noch ein Seminar, das er für eine Gruppe junger Führungskräfte mit dem Titel „Wie demotiviere ich richtig“ gestaltet hat.

Auf wessen Rat hören Sie?
Ich nehme jeden Ratschlag auf, meine Schlussfolgerungen und Entscheidungen treffe ich gerne auf der Basis von möglichst vielen Informationen.

Was zeichnet einen guten Chef aus?
Zuhören, Entscheidungsfreude, aktive Fehlerkultur.

Was schätzen Sie an Mitarbeitern?
Mut, aktives Nutzen des eigenen Rahmens, Offenheit und wertschätzender Umgang mit allen.

Wie bewältigen Sie Stress?
Ich versuche, anderen nicht zu viel Stress zu verursachen, das verhindert nach meinem Empfinden auch Stress bei mir. Sehr wichtig ist für mich auch mein Garten als Ausgleich und Ort zum Entspannen und Abschalten.

Wie nutzen Sie soziale Netzwerke?
Wenig, ich poste keine Beiträge und lese auch sehr selten andere Beiträge, ich bevorzuge zum Netzwerken weiter das persönliche Gespräch.

Durch welchen Misserfolg sind Sie gereift?
Als sehr junger stellvertretender Geschäftsführer in St. Pölten habe ich einen groben Fehler in der Kommunikation in einer größeren Gruppe von Führungskräften gemacht, das hat für einige Tage eine sehr herausfordernde Situation geschaffen, in der ich sehr viel gelernt habe - vor allem über mich.

Worauf achten Sie bei einer Bewerbung?
Was erfahre ich über den Menschen, der sich bewirbt, neben den fachlichen Qualifikationen? Fachwissen können wir neuen Mitarbeitern vermitteln, echte Wertschätzung und Empathie für andere Menschen nicht.

Sind Sie für die Frauen-quote in Chefetagen?
Ich hoffe, dass ich es noch erlebe, dass echte Chancengleichheit in Österreich kein Thema mehr ist. Ob Quoten dafür der richtige Weg sind, weiß ich nicht, aber ich glaube, dass regulative Maßnahmen notwendig sind, um weitere Schritte in diese Richtung zu beschleunigen.

Welches Buch empfehlen Sie?
Keines, für mich ist Lesen eine extrem wichtige Bereicherung, aber das befähigt mich nicht zum Literaturkritiker.

Was erzürnt Sie als Staatsbürger?
Dass wir die vielfältigen Chancen, die Österreich hat, zu wenig nutzen und uns von klein strukturiertem Denken blockieren lassen.

Was ist Ihr Beitrag zum Thema Nachhaltigkeit?
Einiges, was heute als Nachhaltigkeit verkauft wird, ist Marketing. Die intensive Förderung regionaler Produktion von Lebensmitteln soll aber auch ein Beitrag zu einer Stärkung der Nachhaltigkeit der landwirtschaftlichen Produktion sein.

Welches Auto fahren Sie?
Als Firmenauto einen Deutschen aus Bayern, privat als Teil des Stressabbaus einen offenen alten Schweden.

Worauf kommt es an im Leben?
Jeden Tag möglichst intensiv zu nutzen. Nach meinem derzeitigen Wissensstand habe ich nur dieses eine Leben zu leben und weiß nicht, wie lange noch.