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Weltenbummlerin Designerin Silvia Gattin: Globetrotterin mit Mode im Gepäck

Die Wiener Designerin Silvia Gattin: Von einer, die aus der Finanzwelt Zürichs auszog, um die anderen anzuziehen.

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Den absoluten Durchbruch hat Silvia Gattin 2014 mit Geschick selbst eingefädelt. „Ich wusste, dass Poppy Delevingne in Wien sein wird, und habe ihr eine Tasche zukommen lassen, weil ich schon gesehen habe, dass ihr Stil und mein Design gut zusammenpassen.“ Als das britische Model und It-Girl (1,4 Millionen Follower) zwei Monate später ein Foto der „Hippie Mirror Clutch“ auf Instagram postet, kommen Anfragen aus Japan, Australien oder den USA. „Mein Handy ist explodiert. Da habe ich erst einmal gesehen, welche Macht Prominente und auch soziale Medien wirklich haben“, erzählt die Designerin in ihrem Geschäft in der Wiener Hollandstraße, das sie sich mit ihrer besten Freundin, der Chefin einer Eventagentur und einem Yoga-Studio, teilt. „Wir nennen es Familie Holland, wir haben alles dabei, Kind und Hund“, sagt die 35-Jährige und lacht. Doch drehen wir das Rad der Zeit einmal um ein paar Jahre zurück.

Nach dem BWL-Studium landet die damals 24-jährige Wienerin durch Zufall im Recruitment einer international tätigen Firma. „Die Devise lautete: Work hard, play hard. Das ging noch alles gut bis zur Wirtschaftskrise.“ Nach 70-Stunden-Wochen ist Gattin am Limit und entscheidet sich „nach ein paar wirklich schweren Wochen“ für die Kündigung. „Alle haben mir den Vogel gezeigt, während der Krise einen sicheren Job sausen zu lassen“, erinnert sie sich heute zurück.

Ab nach Indien

Um wieder Boden unter den Füßen zu bekommen, packt sie ihren Rucksack und reist für einen Monat nach Indien. Als sie sich bei einem Schneider einen traditionellen Sari anfertigen lässt, kommt sie zum ersten Mal auf die Idee, sich auch in Zukunft wieder mehr ihrer einstigen Leidenschaft, der Mode und dem Design, zu widmen. Einige Monate später ist die erste eigene Sari-Kollektion bereits fertig. Vierzig Stück, angefertigt von einem kleinen Familienunternehmen. „Ich will traditionelle Handwerksbetriebe direkt an Ort und Stelle unterstützen.“

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