Das ist des Jägers Ehrenschild, dass er beschützt und hegt sein Wild, waidmännisch jagt, wie sich’s gehört, den Schöpfer im Geschöpfe ehrt.“ Kräuterlikör-Fans mit guten Augen kennen diesen Spruch. Er ziert das Etikett des Flascherls eines großen Herstellers. Jäger sollten diesen Spruch auch kennen. Und beherzigen. Alle waidmännisch Ahnungslosen müssen wissen: Das Gedicht stammt vom königlichen Oberförster Oskar v. Riesenthal aus dem Jahr 1880. Kurz: Es geht um Respekt. Respekt vor dem Lebensmittel.
Video - So zerlegt und verkocht man Hirschrücken
Das ist auch den Betreibern des Hotel Seefischer Elisabeth und Michael Berndl extrem wichtig. Beide sind Jäger und versorgen ihre Gäste am Millstätter See immer wieder auch mit selbst erlegtem Wild: „Wildbret ist biologisch, regional und auch unter ethischen Gesichtspunkten empfehlenswert“, erklärt die Hausherrin.
Ein Aspekt, den auch Seefischer-Küchenchef Jürgen Moldaschl unbedingt hervorheben will: „Wildtiere verbringen ihr Leben in freier Wildbahn. Wir verarbeiten heute einen Hirschrücken aus der Eigenjagd. Das Fleisch hat eine herrlich dunkelrote Farbe, der Geschmack ist kräftig und aromatisch.“
Gleich nachkochen!
Wie man ein so hochwertiges Lebensmittel am besten in Szene setzt, verrät er mit seinem Rezept. Hausherrin Elisabeth Berndl spricht abschließend noch einen wichtigen Punkt an: „Wild wird stressfrei mitten aus dem Leben gerissen. Es hört den Schuss nicht mehr!“ Tiertransporte und Stress im Schlachthof kennt der Hirsch nicht.