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steirischer herbstDie Paranoia als neuer Normalzustand

Die Coronakrise ist Anlass, den steirischen herbst für 2020 radikal umzubauen. Er wird sich zu einem „Paranoia TV“ wandeln.

Ein Sigmund-Freud-Avatar begrüßt die Besucher der neuen herbst-Website © steirischer herbst
 

Die Coronakrise hat das Denken nicht verändert, sondern es ans Tageslicht gebracht. Der gegen das Alter gerichtete Faschismus, der Rassismus gegen Ausländer, der Traum vom Überwachungsstaat und einer starken politischen Hand, all das, was die Krise hervorgespült hat, sind keine Denkfiguren, die erst unter dem Eindruck der Pandemie entstanden wären. Es war alles längst da. Wenn davon gesprochen wird, dass es „eh nur die Alten betrifft“, wenn Hygiene und Organisationsfähigkeit in anderen Ländern in Zweifel gezogen werden, wenn Denunziantentum unter dem Deckmantel der Vernunft salonfähig wird: Dann zeigt sich, dass die „neue Normalität“ nichts anderes als die „alte Normalität“ ist. Oder wie im Konzept des steirischen herbst 2020 steht: „Es ist diese ,Normalität‘, die das Virus hervorgebracht hat – und die wir fürchten sollten.“

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