Landessubventionen6,73 Millionen Euro pro Jahr für mehrjährige Förderverträge

Die Regierung beschließt morgen (14. Juni) über Subventionen von Kulturinitiativen aus der freien Szene. 160 Antragstellern soll eine dreijährige Planungssicherheit gewährt werden.

Franz Majcen, der frühere Landtagspräsident, ist der Vorsitzende des 15-köpfigen Kulturkuratoriums © Marija Kanizaj
 

Mitte Jänner nahm das von der Regierung bestellte, neu zusammengesetzte Kulturkuratorium seine Arbeit auf. Franz Majcen als Vorsitzender, Edith Zeier-Draxl als Stellvertreterin und 13 weitere Mitglieder haben seit damals in regelmäßigen Dienstag-Sitzungen 204 Ansuchen um dreijährige Förderverträge begutachtet und diskutiert.
Gestern präsentierte man das vorläufige Ergebnis: 160 Kunst- und Kulturinitiativen werden 2019–21 in den Genuss von längerfristigen Subventionen kommen (in der laufenden Periode sind es 162). 83 Vereinbarungen sollen in der morgigen Regierungssitzung beschlossen werden. Für die weiteren 77 Anträge erfolgt dies später, weil bei ihnen sehr wohl die Förderung befürwortet wurde, aber nicht in der gesamten beantragten Höhe. Pro Jahr wird das Land Steiermark 6,73 Millionen Euro für die heimischen Initiativen ausschütten, um 130.000 Euro mehr als zuletzt – insgesamt also 20,19 Millionen Euro oder plus 390.000 Euro (+1,93 %).

Kulturkuratorium

Franz Majcen (Vorsitzender, Foto), Edith  Zeier-Draxl (Stellvertreterin), Tanja Gurke, Isabella Holzmann, Ursula Horvath, Christian Klepej, Gerhard Kosel, Georg Köhler, Wenzel Mraček, Michael Petrowitsch, Gernot Saiko, Gerlinde Schiestl, Horst Wiedenhofer, Markus Wilfling, Gabriele Wolf.



Kulturlandesrat Christopher Drexler (ÖVP) lobte „die umfangreiche Expertise“ des Kuratoriums und der 18 Fachbeiräte in sechs Sparten. Bei einer kleinen Anzahl der Anträge habe er sich selbst noch maßvolle Erhöhungen erlaubt. Er freue sich für die Veranstalter der Freien Szene, aber auch für das Land selbst über eine Planungssicherheit, „die weiterhin Engagement, Qualität und Breite garantiert – Merkmale, mit denen die Steiermark bundesweit ohnehin hervorsticht“.

Dass mehr als 40 Initiativen (darunter etwa der Regie- und Bühnenbildwettbewerb „Ring Award“) nicht positiv beurteilt wurden, „ist keine Strafe oder Sanktion, sondern entspricht dem Charakter der Anträge“, begründete Drexler die Ergebnisse, „außerdem besteht für diese ja nach wie vor die Möglichkeit, sich für einjährige Förderungen zu bewerben“.

Bildungslandesrätin Ursula Lackner vom Regierungspartner SPÖ betonte die Unverzichtbarkeit von Kultur: „Sie ist kein Luxusgut, sondern trägt wesentlich zur Bildung, Orientierung und Offenheit der Gesellschaft bei“ – ebenso zu Tourismus, Beschäftigung, Wachstum und Entwicklung, gerade in den Regionen.

„Wir wollten Neues ermöglichen, Bewährtes absichern, Zeitgenössisches fördern und regionale Ausgewogenheit herstellen“, sagte Vorsitzender Franz Majcen über die durchgehend einstimmigen Entscheidungen im Kuratorium und lobte „die unglaublich vielfältige Ausprägung von Kunst und Kultur im Land“.

Auch Stellvertreterin Edith Zeier-Draxl war es wichtig, im Gremium eine „Haltung des Ermöglichens“ einzunehmen, internationale Vernetzung und Zeitgenossenschaft besonders zu berücksichtigen und zudem „neue Spieler ins Boot zu holen“, wie etwa Ferdinand Nageles hochkreativen „Griessner Stadl“ in Stadl an der Mur.

Zahlen & Daten

6,73 Millionen Euro pro Jahr werden vom Land für mehrjährige Förderverträge 2019–21 aufgewandt, 130.000 Euro pro Jahr (1,93 %) mehr als in der Periode 2016–18. Insgesamt sind das in den drei Jahren 20,19 Millionen Euro und
somit 390.000 Euro mehr.

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