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Im PorträtKanye West: Größenwahnsinn mit Methode

Er ist ein genialer Musiker, dessen erratisches Verhalten immer neue Fragen aufwirft. Jetzt will Kanye West vielleicht obendrein US-Präsident werden. Ein Erklärungsversuch zum wohl größten Egomanen der Welt neben Donald Trump.

Kanye West
Kanye West © (c) AP (Michael Wyke)
 

 Ende 2009 hält Taylor Swift gerade ihre Dankesrede für das „Beste Video einer weiblichen Künstlerin“ bei den MTV Awards in New York, als Kanye West zu ihr auf die Bühne springt und sie unterbricht: „Ich freue mich für dich, aber Beyoncé hat eines der besten Videos aller Zeiten gemacht!“ Seine Empörung darüber, dass man Beyoncé übergangen hatte (die Wests Auftritt selbst erschrocken im Publikum mitverfolgte), sorgte im Anschluss für Empörung über den Rüpel-Rapper, der Swifts großen Moment verdorben habe. 2018 sagte West in einem Interview über die Sklaverei: „Wenn man von über 400 Jahre langer Sklaverei hört: 400 Jahre lang? Das klingt für mich nach eigener Wahl.“ Der Shitstorm, der danach über den Musiker niederging, war enorm: Man warf ihm vor, dass er meine, die Plantagensklaven hätten irgendwann in ihrem Leben einmal eine Wahl gehabt.

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